Naturschutzamt

Untere Naturschutzbehörde

Die Aufgabe der Naturschutzbehörde ist der Schutz von Natur und Landschaft als Grundlage für Leben und Gesundheit des Menschen. Hierzu zählen insbesondere die Sicherung der biologischen Vielfalt, der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts sowie der Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft. Auch der Erholungswert spielt hierbei eine sehr große Rolle.

Die Naturschutzbehörde wird bei allen Vorgängen und Verfahren, die Eingriffe in den Naturhaushalt bedeuten oder die oben genannten Aufgaben betreffen können, beteiligt. Hierzu gehören beispielsweise die Bauleitplanung, die Beurteilung von Bauvorhaben im Außenbereich, Flurbereinigungsmaßnahmen, wasser- und bodenschutzrechtliche Verfahren, der Straßenbau und viele weitere Belange.

Wir sind auch zuständig für besondere Schutzgebiete, Naturdenkmale, Biotope und Grünbestände, die Landschaftspflege (Vertragsnaturschutz), den Schutz von Pflanzen und Tierarten sowie die Erholung in Natur und Landschaft. Eine bedeutende Aufgabe der Naturschutzbehörde ist darüber hinaus die Pflege und Entwicklung der Natura 2000-Gebiete. 

Ihre Ansprechpartnerin: Susanne Engesser
Fon: 07721 / 913 - 7609
Fax: 07721 / 913 - 8950
Mail: s.engesser@lrasbk.de
Am Hoptbühl 5
78048 Villingen-Schwenningen
Raum 126

Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg zur Festlegung der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH-Verordnung)

FFH-Gebiet Rohrhardsberg, Obere Elz und Wilde Gutach (Foto: Thomas Kring)

RP Freiburg beabsichtigt Erlass einer FFH-Verordnung

Das Regierungspräsidium Freiburg beabsichtigt, zur Festlegung der FFH-Gebiete eine Rechtsverordnung zu erlassen. Der Verordnungsentwurf einschließlich Anlagen liegt er Zeit vom 9. April 2018 bis einschließlich 8. Juni 2018 beim Regierungspräsidium Freiburg, Bissierstraße 7, 79114 Freiburg, Raum 1.38, zur Einsicht aus. Ebenso wird der Verordnungsentwurf einschließlich Anlagen bei der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis zur kostenlosen Einsicht während der Sprechzeiten elektronisch bereitgestellt.

Hier geht es zur öffentlichen Bekanntmachung des Regierungspräsidiums Freiburg.


Amphibienschutz im Schwarzwald-Baar-Kreis

Als Naturschutzbehörde sind wir auf die ehrenamtliche Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger bei Amphibienschutzmaßnahmen angewiesen. Wir sind dankbar für jeden Hinweis aus der Bevölkerung auf Amphibienvorkommen oder -wanderstrecken. Diese Erkenntnisse fließen mit in die Beratungen darüber ein, wo es sinnvoll ist, über mobile bzw. stationäre Leiteinrichtungen nachzudenken.

Auf unserem Online-Meldebogen können Sie uns mitteilen, an welchem Tag Sie entsprechende Beobachtungen von Tieren gemacht haben. Wenn Sie möchten, können Sie sich auch als freiwilliger Helfer bei Schutzmaßnahmen melden (z. B. Behälter mit an den Zäunen gesammelten Tieren über die Straße tragen, Hilfe beim Auf- oder Abbau von Zäunen). 

Anleitung für Ihre Eingabe im Meldeportal

Nach Öffnen des Meldeformulars (ggf. erst auf den gesamten Monitor vergrößern) klicken Sie oben links unterhalb des orangenen Pins (Kreis) auf die Schrift. Das Feld wird nun aktiviert, was Sie an der blauen Hintergrundfarbe erkennen können. Ziehen Sie dann die Maus in die Landkarte, und zwar ungefähr in den Bereich, wo Sie eine Beobachtung gemacht haben. Klicken Sie an der gewünschten Stelle nochmals mit der linken Maustaste, und der Pin wird gesetzt. Es macht nichts, wenn der Ort von dem abweicht, an dem Sie die Beobachtung gemacht haben.

Es öffnet sich dann die Eingabemaske, die Sie zur erleichterten Bearbeitung zunächst maximieren können und deren Felder mithilfe des Dropdown-Menüs (der kleine Pfeil am rechten Rand des Antwortfelds) ausgefüllt werden. Bei den Feldern ohne Dropdown-Menü haben Sie die Möglichkeit, selbst Text bzw. Ihre Kontaktdaten einzugeben. Bitte beachten Sie hierbei, dass Ihre Antworten und auch die Kontaktdaten nach der Eingabe aus technischen Gründen möglicherweise noch kurze Zeit sichtbar sind, wenn weitere Bürger den eventuell noch sichtbaren, von Ihnen gesetzten Pin in der Landkarte anklicken.

Wenn alle Angaben erledigt sind, schließen Sie das Fenster oben rechts mit X. Sofern Sie nichts mehr korrigieren möchten, schließen Sie erneut mit X. Die Daten werden dann an das Landratsamt gesendet.  

Meldeportal Amphibienwanderung öffnen

Die Eingaben werden täglich von der Naturschutzbehörde geprüft und kartiert. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir erst nach Auswertung aller eingegangenen Daten über künftige Schutzeinrichtungen – beispielsweise das Aufstellen zusätzlicher Zäune bzw. das Anbringen von Zäunen an anderen Wegabschnitten als bisher – nachdenken. Selbstverständlich können Sie jederzeit unter Telefon: 07721/913-7604 mit uns Kontakt aufnehmen.

Tipps der Naturschutzbehörde

von links nach rechts: Erster Landesbeamter Joachim Gwinnner mit den langjähringen Naturschutzwarten Dr. Ekkehard Jeserich, Dr. Helmut Gehring, Manfred Bouillon, Theo Wagner, Hermann Krafft, Karl Schmid und Hans Schlude

Von links nach rechts: Erster Landesbeamter Joachim Gwinner mit den langjährigen Naturschutzwarten 
Dr. Ekkehard Jeserich, Dr. Helmut Gehring, Manfred Bouillon, Theo Wagner, Hermann Krafft, Karl Schmid
und Hans Schlude


Jahrestagung der Naturschutzbehörde

Bei der Jahrestagung der Naturschutzbehörde des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis mit den im Landkreis bestellten Naturschutzbeauftragten und den Mitgliedern des ehrenamtlichen Naturschutzdienstes – besser bekannt als "Naturschutzwarte" – fand ein reger Austausch statt. Auf der Tagesordnung des Vormittagsprogramms im "Schindelhaus" in Schönwald standen interessante Themen wie die aktuellen Windenergieprojekte im Landkreis, Entwicklungen im Artenschutz, Biotopverbundmaßnahmen, Natura 2000 und das Naturschutzgroßprojekt Baar. Auch informierte der Leiter des Baurechts- und Naturschutzamts, Werner Rosenfelder, die Anwesenden über personelle Veränderungen innerhalb des Amts und beantwortete Fragen aus den Reihen der Anwesenden, beispielsweise zu Ökokontomaßnahmen. Der Erste Landesbeamte, Joachim Gwinner, hatte zudem die Ehre, verdiente Naturschutzwarte für deren langjähriges erfolgreiches Engagement im Zeichen des Naturschutzes auszuzeichnen. Eine Urkunde und ein kleines Präsent erhielten (nachfolgend in Klammern jeweils die Zahl der Jahre als Naturschutzwart): Manfred Bouillon (22), Tilman von Kutzleben (24), Siegfried Harr (32), Hans-Jürgen Streit (32), Dr. Helmut Gehring (34), Hermann Krafft (34), Walter Merk (34), Theo Wagner (41), Hans Schlude (42) und Karl Schmid (über 50). Joachim Gwinner hob bei seinen Worten des Dankes gegenüber jedem Einzelnen die Schwerpunkte des jeweiligen Tätigkeitsgebiets hervor und sprach mit persönlichen Worten seine Anerkennung aus. Nach einem gemeinsamen Mittagesssen begab man sich nachmittags unter fachkundiger Leitung des ebenfalls langjährigen Naturschutzbeauftragten Bernhard Hake, ehemaliger Leiter der Betriebsstelle Triberg der Forstbehörde des Landratsamts Schwarzwald-Baar-Kreis und jetzt Forstamtsleiter im Landkreis Konstanz, auf eine Exkursion. Dabei besichtigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer naturschutzfachlich hochwertige Flächen am Rohrhardsberg. Ein Besuch auf dem Farnbauernhof bei Nikolaus Dold, der den Gästen sein interessantes und auf Naturschutzaspekte abgestimmtes Betriebskonzept vorstellte, rundete die Jahrestagung ab.

 


Heckenpflege: Wichtig – aber richtig!

Die untere Naturschutzbehörde weist Hobbygärtner darauf hin, dass umfangreiche Heckenschnitte nur bis Ende Februar möglich sind. Zwischen 1. März und 30. September verbieten es die Regelungen des Bundesnaturschutzgesetzes Hecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände in Siedlungen und in der freien Landschaft zu roden, stark zu schneiden oder zu zerstören. Wer das Verbot missachtet, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld geahndet werden kann. Da die Hecken einen wichtigen Lebensraum für brütende Vögel, kleine Tiere (Igel) und Insekten darstellen, sind Beeinträchtigungen dieser Habitate bis im Herbst auszuschließen. Von dem Verbot sind selbstverständlich Pflegeschnitte ausgenommen.

Worauf man beim Heckenschnitt achten sollte und wie im Anschluss das Schnittmaterial entsorgt werden sollte, können Sie gerne unserem Merkblatt entnehmen.


„Hummel, Hase und Salamander – Vielfalt geht nur miteinander!“

Bis zum 1. August können Sie sich mit einem laufenden oder abgeschlossenen Projekt um den 19. Landesnaturschutzpreis der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg bewerben. Mitmachen können Einzelpersonen/Gruppen, Vereine/Verbände, Schulen oder Kindergärten mit Sitz in Baden-Württemberg. Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen unter www.stiftung-naturschutz-bw.de unter: Projekte> Unsere Projekte> Landesnaturschutzpreis.




Artenschutzprogramm "Impulse für die Vielfalt" - helfen Sie Frosch & Co auf die Sprünge! 

2011 wurde das Amphibienschutzprogramm „Impulse für die Vielfalt“ der EnBW Energie Baden-Württemberg AG ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg wurden über dieses Programm in den vergangenen sieben Förderjahren 101 Projekte zum Schutz von Amphibien und Reptilien umgesetzt und unterstützt. Gerade in Baden-Württemberg, wo 19 der 20 in Deutschland vorkommenden Amphibienarten und 11 der 15 in Deutschland vorkommenden Reptilienarten leben und von denen ein Großteil auf der „Roten Liste“ stehen, trägt dieses Engagement dazu bei, dass sich die Lebensräume der gefährdeten Arten verbessern und sich der Bestand der Tiere positiv entwickelt. Anknüpfend an diesen Erfolg der durchgeführten Maßnahmen und Projekte wird das gemeinsame Förderprogramm der EnBW und LUBW auch 2018 fortgeführt.  

Im Rahmen des EnBW-Förderprogramms „Impulse für die Vielfalt“ können wieder Schutzmaßnahmen für heimische Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg unterstützt werden. Wer eine entsprechende Maßnahme plant, kann Fördergelder beantragen (ausgenommen  Landes- und behördliche Einrichtungen sowie Mitarbeiter der EnBW). Förderfähig sind Projekte, bei denen es sich schwerpunktmäßig um die Anlage von Laichgewässern und Eiablageplätzen oder die Aufwertung von Landlebensräumen und Schaffung von Trittsteinhabitaten zur Vernetzung von einzelnen Populationen handelt. Es werden  auch Arten berücksichtigt, die nicht im 111-Artenkorb zu finden sind. Projekte, die anderen oder mehreren Amphibien- oder Reptilienarten zu Gute kommen, sind ebenfalls förderfähig. 

Die Maßnahmeumsetzungen werden von den Antragsstellern in Eigenregie durchgeführt, wobei die förderfähigen Kosten eines beantragten Projektes zu maximal 90 Prozent der Gesamtsumme des Projektes gefördert werden, jedoch eine Summe von 7.000 Euro nicht überschreiten sollen. Eingereichte Anträge werden von Landesvertretern und Artenexperten aus fachlicher Sicht geprüft. Sinnvolle und erfolgversprechende Anträge werden anschließend an die EnBW weitergereicht und aus dem Angebot an Anträgen und Bewerbungen spricht die EnBW daraufhin Mittel zu.  

Projektanträge können bei der LUBW bis zum 11. Mai abgegeben werden. Die Maßnahmen können ab 1. Oktober umgesetzt werden und müssen bis Ende des Jahres beendet sein. In Rücksprache mit der LUBW können bestimmte Maßnahmen auch früher realisiert werden. 

Weitere Infos gibt es im Flyer.

Projektanträge sowie ausführliche Informationen zum Programm finden Sie hier.

Fragen zum Förderprogramm unter Mail: 111artenkorb@lubw.bwl.de

NaturErlebnisWoche 2018

Die bundesweite NaturErlebnisWoche für Baden-Württemberg findet vom 29. April bis 6. Mai statt. 

Auch 2018 bietet die NaturErlebnisWoche vielfältige Möglichkeiten eigene Veranstaltungen, Events und Aktivitäten einzubringen, um auf die heimische Natur und Baden-Württemberg als Naturerlebnisland aufmerksam zu machen. Auf Ihre Mitwirkung und Teilnahme sowie ein vielfältiges, buntes Aktionsprogramm im Rahmen der NaturErlebnisWoche 2018 freuen wir uns. Weitere Infos unter http://bw.naturerlebniswoche.info/

Natura 2000

Natura 2000 ist ein Netz von Schutzgebieten zur Erhaltung europäisch bedeutsamer Lebensräume sowie seltener Tier- und Pflanzenarten. Rechtliche Grundlage dieses grenzüberschreitenden Naturschutznetzwerks bilden die Vogelschutz- und die Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie der Europäischen Union (EU). Im Schwarzwald-Baar-Kreis sind mit zirka 530 Quadratkilometern mehr als die Hälfte der Landkreisfläche als Natura 2000-Gebiet geschützt. Daraus ergibt sich, dass der Schwarzwald-Baar-Kreis sich zu einem der größten Vogelschutzgebiete in Europa entwickelt hat und Rückzugsmöglichkeiten für viele verschiedene Vogelarten wie z. B. den Rotmilan geschaffen werden konnten. Weitere Informationen finden Sie hier.

Managementplan für das FFH-Gebiet „Schönwälder Hochflächen“

Für die Gebiete des europäischen Schutzgebietsnetzes „NATURA 2000“ werden im Auftrag der Regierungspräsidien Managementpläne erstellt. Mit Hilfe der Pläne soll der Schutz der in NATURA 2000-Gebieten vorkommenden Lebensraumtypen und Arten der FFH- und Vogelschutzrichtlinie umgesetzt und deren Erhaltung gewährleistet werden.  

Der Managementplan für das FFH-Gebiet  „Schönwälder Hochflächen“ kann auf der Homepage des Regierungspräsidiums Freiburg unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpf unter „Aktuelles“ heruntergeladen werden.  

Darüber hinaus hat jeder die Möglichkeit, den Managementplan beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis, untere Naturschutzbehörde, Am Hoptbühl 5, 78048 Villingen-Schwenningen, und bei der Gemeindeverwaltung Schönwald, Bürgerbüro, Franz-Schubert-Str. 3, 78141 Schönwald im Schwarzwald, einzusehen. Um vorherige Terminabsprache wird gebeten. Als Ansprechpartner beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis für die Umsetzung des Managementplans stehen für die untere Naturschutzbehörde Dr. Hans-Peter Straub, Am Hoptbühl 5, 78048 Villingen-Schwenningen, Tel. 07721/913-7618, für die untere Landwirtschaftsbehörde Martina Ziegler, Humboldtstraße 11, 78166 Donaueschingen, Tel. 07721/913-5300, für den Landschaftserhaltungsverband Schwarzwald-Baar-Kreis e.V. Stefan Walther, Humboldtstraße 11, 78166 Donaueschingen, Tel. 0771/92918507 und für die untere Forstbehörde Johannes von Stemm, Forstamt Triberg, Amthausweg 2, 78098 Triberg, Tel. 07721/913-3003 zur Verfügung.

Ansprechpartner beim Regierungspräsidium Freiburg sind im Referat für Naturschutz und Landschaftspflege Dr. Friedrich Kretzschmar (Gebietsreferent), Bissierstraße 7, 79114 Freiburg, Tel. 0761/208-4128, und im Referat Forstpolitik und Forstliche Förderung Dietmar Winterhalter, Bertoldstraße 43, 79098 Freiburg, Tel. 0761/208-1410. 

Vertragsnaturschutz/LPR-Verträge

Brückenbauer zwischen Mensch und Natur

Der Landschaftserhaltungsverband Schwarzwald-Baar-Kreis e.V. ist wie alle LEVs ein gemeinnütziger, eingetragener Verein mit dem Ziel , unsere Kulturlandschaft zu erhalten, zu pflegen und zu entwickeln. Als Kooperation zwischen Kommunen, Naturschützern und Landnutzern und in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern vor Ort leistet der LEV einen Beitrag zum Erhalt des Landschaftsbildes und der wertvollen Lebensräume, zu einem intakten Naturhaushalt sowie zum Natur- und Artenschutz. LEVs sind tätig als Dienstleister für ein regionales Natur- und Landschaftsmanagement. Dabei verstehen sich Landschaftserhaltungsverbände als Brückenbauer zwischen Mensch und Natur.

 Der LEV Schwarzwald-Baar-Kreis e.V. wurde am 12. Juli 2013 gegründet.

Für Fragen im Bereich des Vertragsnaturschutzes (LPR-Verträge) steht Ihnen mit Rat und Tat der Landschaftserhaltungsverband (LEV) gerne zur Verfügung. Ihre Ansprechpartner finden Sie hier.

Kompensationsverzeichnis der unteren Naturschutzbehörde

Kompensationsverzeichnis-Verordnung (Quelle: Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg)

Die Kompensationsverzeichnis-Verordnung (KompVzVO) des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, die am 1. April 2011 in Kraft getreten ist, geht auf § 17 Abs. 6 Bundesnaturschutzgesetz zurück. Diese Vorschrift sieht vor, dass die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft in einem Kompensationsverzeichnis zu erfassen sind. Die KompVzVO trifft Regelungen zur näheren Ausgestaltung dieser bundesrechtlichen Vorgabe. Das Kompensationsverzeichnis besteht in Baden-Württemberg aus der Abteilung Eingriffskompensation, in die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aufzunehmen sind, und einer Abteilung Ökokonto, in der Ökokonto-Maßnahmen erfasst werden, denen die untere Naturschutzbehörde zugestimmt hat, die aber noch nicht (oder nicht vollständig) für die Kompensation eines Eingriffs herangezogen wurden. 


Aufgaben und Ziele des Kompensationsverzeichnisses sind die Nachprüfbarkeit der ordnungsgemäßen Umsetzung der für die Kompensation eines Eingriffs vorgesehenen Maßnahmen zu erleichtern, die Überplanung von Flächen, die bereits Kompensationszwecken gewidmet sind, zu verhindern, eine erneute Verwendung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die bereits einem Eingriff zugeordnet worden sind, für die Eingriffskompensation auszuschließen und vorgezogene Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (Ökokonto-Maßnahmen) zu bevorraten. Die erforderlichen Daten, die in die Abteilung Eingriffskompensation einzutragen sind, werden der unteren Naturschutzbehörde mit Hilfe elektronischer Vordrucke von der Behörde vorgelegt, die über den Eingriff entschieden hat (z. B. untere Baurechtsbehörde, Regierungspräsidium als Genehmigungs- oder Planfeststellungsbehörde). Es handelt sich im Wesentlichen um Angaben zur Identifikation des Eingriffs, zur Lage der Kompensationsfläche, zur Beschreibung der Kompensationsmaßnahme und zu Vorgaben zur fristgerechten Umsetzung der Kompensationsmaßnahme.

Die Zulassungsbehörde kann den Eingriffsverursacher verpflichten, diese Angaben oder einen Teil dieser Angaben vorzulegen, insbesondere wenn es sich um komplexe Kompensationsmaßnahmen handelt. Später hat die Zulassungsbehörde Angaben über den Stand der Umsetzung und die Unterhaltung der Kompensationsmaßnahme mitzuteilen. Die Daten in der Abteilung Eingriffskompensation sind grundsätzlich öffentlich einsehbar.


Weitere Informationen gibt es hier!


Links zu weiterführenden Informationen sowie öffentlicher Zugang zum Kompensationsverzeichnis:

Zugang zum KV Abt. Ökokonto
Zugang zum KV Abt. Eingriffskompensation 

Naturschutzgroßprojekt Baar

Ziel des Naturschutzgroßprojekts Baar ist es, die Wald-, Trocken- und Feuchtlebensräume für den Arten- und Biotopschutz und den Biotopverbund zu sichern. Darüber hinaus wird aber auch die qualitative und quantitative Verbesserung der genannten Lebensräume angestrebt.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist der aktive Beitrag zum Klimaschutz. Dieser soll durch die Wiedervernässung und Extensivierung der Moor- und Grünlandnutzung sowie durch den Schutz der Wälder geschehen, da insbesondere die Moore und Wälder wertvolle CO2-Senken darstellen und eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen erreicht wird.

Fortschritte, Informationen, Neuerungen und Ansprechpartner gibt es hier

Download der Antragsunterlagen:
Projektantrag 2013
NGP Baar Karte Kerngebiete

Hornissen, Wespen & Co.

(Bilder: Thomas Kring) Honigbiene

Hornissen, Wespen & Co.

(Abbildung 1) Schwebfliege

Biene

Aus der Insektengruppe der Bienen kommen in Deutschland rund 500 Arten vor. Sie ernähren sich alle rein vegetarisch, vor allem von Nektar und den Pollen der Blütenpflanzen. Zu dieser Tiergruppe gehören auch alle Hummelarten und unsere Honigbiene (Abbildung Titel).

Wespen

Die Echten Wespen sind mit weltweit 61 Arten eine sehr kleine Gruppe. In Mitteleuropa kommen sogar nur elf Arten vor. Am wahrscheinlichsten sieht man die Deutsche Wespe, die Gemeine Wespe und die Hornisse (Abbildung 2). Die Wespen füttern ihre Brut in der Regel mit tierischem Eiweiß und erbeuten deswegen andere Insekten (Abbildung 3).

Weitere Arten

Daneben gibt es noch weitere gelb-schwarze Insekten wie die Feldwespen oder die Schwebfliegen (Abbildung 1).

Weitere Infos gibt es hier: www.wildbienen.de

(Abbildung 2) Hornisse


NützlingeMehr als nur Kuchendiebe 


Sammeln

Bienen und Hummeln fliegen auf der Suche nach Nektar von Blüte zu Blüte. Dabei tragen sie den Pollen der Blüten mit sich und bestäuben so nebenbei die Obstbäume und viele andere Nutzpflanzen. Auch beseitigen Wespen faules Obst und vermindern damit die Ausbreitung von Schimmelpilzen und anderen Krankheitserregern.

Fangen

Wespen und Hornissen jagen Insekten. Dazu gehören auch Stechmücken und Bremsen. Ein Wespenstaat kann im Laufe eines Tages mehr als 3.000 Insekten vertilgen! Sie erbringen so einen wichtigen Beitrag zur Ausgewogenheit des Naturhaushaltes und sie sind damit sehr nützlich für unser Ökosystem.



(Abbildung 3) Wespe

Artenschutz - Noch sind wir viele!

 

Bundesnaturschutzgesetz

Gemäß § 39 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) gilt für alle wild lebenden Tiere und Pflanzen ein allgemeiner Schutz. Demnach ist es verboten „wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten“ und die „Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.“ Dies gilt natürlich auch für alle Bienen, Wespen, Hornissen, Hummeln, Schwebfliegen und andere wild lebenden Insekten.

Hornissen

Hornissen sind nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonders geschützt. Eine Umsiedlung bedarf der Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde und sollte nur von einem ausgebildeten Fachmann durchgeführt werden.


Was tun? – Keine Panik, cool bleiben!

Unsere Insekten sind von Natur aus nicht aggressiv oder gar stechwütig. Sie stechen nur, wenn sie bedrängt werden. Mit etwas Vorsicht und Respekt vor den Tieren lässt sich in der Regel in Frieden mit ihnen zusammenleben.

Verhaltensregeln

  • ruhige und langsame Bewegungen, sonst fühlt sich das Tier angegriffen
  • Nester nicht berühren, schütteln ...
  • Tiere und Einfluglöcher nicht anpusten

Vorsichtsmaßnahmen

  • Speisen und Getränke abdecken oder verschließen; die Düfte locken die Tiere an
  • Kinder mit einem Trinkhalm trinken lassen
  • nicht barfuß über blütenreiche Wiesen laufen, auch Fallobst lockt Wespen an
  • alternative Futterquelle anbieten, z. B. überreife halbierte Trauben in 5 bis 10 m Entfernung

Muss das Nest weg?

Ein Wespen- oder Hornissennest sollte in der Regel im privaten Bereich nur im Ausnahmefall entfernt werden, zum Beispiel wenn sich das Nest in der Wohnung befindet, sich Kleinkinder oder kranke Personen in der direkten Umgebung aufhalten müssen oder wenn eine echte Wespenstichallergie vorliegt. Bevor Sie etwas unternehmen, kontaktieren Sie bitte die untere Naturschutzbehörde. Dort erhalten Sie Be­ratung und weitere Informationen. Zur Absicherung oder zur Umsiedlung eines Nestes wird Ihnen Hilfe vermittelt. Bitte wenden Sie sich gerne an die untere Naturschutzbehörde, Telefon: 07721/913-7604 oder E-Mail: naturschutz@lrasbk.de

Wo erfahre ich mehr?

(eine kleine Auswahl von Internetseiten - für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die untere Naturschutzbehörde keine Gewähr)

www.hornissenschutz.de
www.aktion-wespenschutz.de
www.bombus.de
www.aculeata.de
www.arthropods.de
www.wildbienen.de

footerpic