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Portrait

Wilfried Dold -Urach
Wilfried Dold -Urach

Viele Wege führen zum Schwarzwald-Baar-Kreis, der auf halber Strecke zwischen Stuttgart und Bodensee und in unmittelbarer Nähe zur Schweiz und Frankreich liegt. Wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt ist die Doppelstadt Villingen-Schwenningen. Das Oberzentrum ist dank seiner über 82.000 Einwohner die mit Abstand größte Stadt im Landkreis. Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist ein politisches Gebilde, dessen Grenzen bei der Kreisreform von 1973 gezogen wurden. Die Grenzpunkte im südlichen Bereich ziehen sich vom deutsch-schweizerischen Toll bei Blumberg aus ein kurzes Stück an der Schweiz entlang, vor allem aber an den Landkreisen Waldshut und Breisgau-Hochschwarzwald.

Der Öfinger Himmelberg ist der östlichste Punkt, 941 Meter hoch, ein Vorposten der Schwäbischen Alb. Im Westen bilden die Schwarzwaldhöhen im Raum Furtwangen und Triberg die Trennlinie zum Landkreis Emmendingen. Hier befindet sich mit dem 1.164 Meter hohen Rohrhardsberg zugleich die höchste Erhebung im Schwarzwald-Baar-Kreis. Im Nordwesten und Norden - bei St. Georgen - schließen sich der Ortenaukreis und der Landkreis Rottweil an. Im Zusammenspiel mit den Landkreisen Tuttlingen und Konstanz begrenzt der Landkreis Rottweil den Schwarzwald-Baar-Kreis auch im Osten. Zwischen Nordhalden im Süden und Gremmelsbach im Nordwesten misst der Landkreis 54 Kilometer Luftlinie, an seiner breitesten Stelle umfasst er 42 Kilometer. Mit Donau und Neckar entspringen hier zwei bedeutende Flüsse. Und mitten hindurch geht die Europäische Wasserscheide Rhein-Donau.

Im Schwarzwald-Baar-Kreis vereinen sich Gegensätze: Die Baar mit ihrer von Licht erfüllten Weite, wo Ackerland und Wiese die Landschaft prägen, liegt im Osten, der Schwarzwald mit seinen bewaldeten Bergrücken im Westen. Dort befinden sich die Kalte Herberge, der Brend- und Stöcklewaldturm, die Ski- und Wandergebiete von Furtwangen, Schonach und Schönwald - eine Waldlandschaft mit harmonisch eingebetteten Schwarzwaldtälern.

Wesentlich früher besiedelt als der raue Schwarzwald war die seit jeher menschenfreundliche Baar. Menschen haben hier bereits in der Hallstattzeit gesiedelt. Die Baar, wo sich in Donaueschingen die Brigach und Breg zur Donau vereinigen, ist ein Durchgangsland mit uralten Verbindungen: etwa von der Donau und vom Breisgau über den Schwarzwald zum Quellgebiet von Donau und Neckar, aber auch von der Schweiz nach Schwaben. Herzstück der Baar ist Donaueschingen mit Hüfingen und Bräunlingen.

Ihre Bedeutung verdankt die Große Kreisstadt Donaueschingen nicht unerheblich dem Haus Fürstenberg, das dort im frühen 18. Jahrhundert sein Schloss errichtete, was die Stadtentwicklung beflügelte. Das Schloss der Fürsten zu Fürstenberg mit Schlosspark, die "Donaueschinger Musiktage", die Jugendstilarchitektur der Innenstadt, die Kunstsammlung Museum Biedermann oder das Reitturnier, das Fürst Joachim zu Fürstenberg-Gedächtnisturnier, haben der Stadt zu einem besonderen Renommee verholfen. Und wie Villingen-Schwenningen ist Donaueschingen ein gefragter Industriestandort.

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Zu den Städten und Gemeinden

Statistik

Geografie (Stand 31.12.2016)

Fläche: 1.025,33 km²
Wald: 45,5 %
Landwirtschaftliche Fläche: 41,3 %
Siedlungs- und Verkehrsflächen: 11,7 %
Wasserflächen und Ödland: 0,7 %
Übrige Nutzungsarten: 0,8 %

Demografie (Stand 31.12.2016)

Bevölkerungsdichte: 205 Einwohner je km²
Einwohner insgesamt: 210.084
Frauen: 50,4 %
Männer: 49,6 %

Altersstruktur (Stand 31.12.2016)

0 bis unter 18 Jahre: 16,6 %
18 bis unter 25 Jahre: 8,2 %
25 bis unter 40 Jahre: 18,2 %
40 bis unter 65 Jahre: 35,0 %
65 und älter: 22,0 %

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Zum Statistischen Landesamt

Quellen

Sprachforscher haben herausgefunden, dass das Wort „Baar“ auf eine uralte Sprachwurzel zurückgeht, nämlich auf das indogermanische bzw. vorkeltische „bher“, was so viel heißt wie Quelle – und so ist belegt, dass die Baar schon in frühester Zeit als ein Land der Quellen bekannt war. Wo die Donauquelle wirklich liegt – diese sei Furtwangen und Donaueschingen gleichermaßen gegönnt. Bedeutend ist die Donau selbst – sie ist nach der Wolga der zweitlängste Strom Europas.

Die Historische Donauquelle im Schlosspark der Fürsten zu Donaueschingen ist eine der bekanntesten und schönsten in Deutschland bzw. im Schwarzwald-Baar-Kreis. Ihr Pendant im ehemals württembergischen Teil des Landkreises ist die Quelle des Neckars. Der Name „Neckar“ heißt soviel wie „Wasser“ oder „Quelle“. Er stammt dem ureuropäischen Wort nik ab, welches "losstürmen" bedeutet. Die Entwicklung des Namens beginnt zu vorchristlicher Zeit mit der Bezeichnung Nikros, welche über Nicarus und Neccarus zu Necker und letztendlich zum heutigen Neckar wurde. Neben dem Neckarursprung im Schwenninger Moos gibt es noch den historischen Quellstein auf der Möglingshöhe und die neugefasste Quelle beim Möglingssee. Als größter Nebenfluss des Rheins in Baden-Württemberg durchströmt der Neckar beinahe das gesamte Bundesland. Er ist bundesweit der viertgrößte Zufluss des Rheins sowie der zwölftlängste Fluss in ganz Deutschland.

Während die Donau mit ihren Quellflüssen Brigach und Breg ihre Wasser Richtung Osten zum Schwarzen Meer schickt, gehören der Neckar, die Gutach, die Elzach und auch die Schiltach zum Einzugsgebiet des Rheins – dessen Mündung den Übergang zur Nordsee und damit zum Atlantik markiert. Verbinden wir alle Punkte in unserem Kreisgebiet, an denen sich Regentropfen entscheiden müssen, ob sie Richtung Rhein oder Richtung Donau fließen, bilden diese Punkte eine Linie, die das gesamte Kreisgebiet durchzieht – unter dem Namen „Europäische Hauptwasserscheide“ oder „Europäische Kontinentalwasserscheide“ lässt sie sich durch das gesamte europäische Festland verfolgen.

Quellenland

Der Schwarzwald-Baar-Kreis - unser Quellenlandkreis - ist ein vielgestaltiger Wirtschafts- und Lebensraum. Landrat Sven Hinterseh: "Wir engagieren uns auf breiter Basis für die Attraktivität von Stadt und Land im Quellenland Schwarzwald-Baar-Kreis. Wertvolle Partner dabei sind die innovationsfreudige mittelständische Industrie, unser Gesundheitswesen, Forschung und Lehre, das Dienstleistungsgewerbe, die moderne öffentliche Verwaltung und das breit ausgerichtete Bildungswesen. Der Schwarzwald-Baar-Kreis, das sind aber auch Donau und Neckar, Europäische Wasserscheide, Schwarzwald und Schwarzwalduhr, Bollenhut und Schwarzwälder Schinken oder Schwarzwälder Kirschtorte - weltweit bekannte Marken also."

Die ehemaligen Landkreise Villingen und Donaueschingen sowie Teilstücke der Landkreise Rottweil, Tuttlingen, Konstanz und Hochschwarzwald wurden vor mehr als 40 Jahren zu einem der neuen 35 Landkreise in Baden-Württemberg verschmolzen: Im Zuge der Kreisreform ist im Jahr 1973 der 1.025 km² große Schwarzwald-Baar-Kreis entstanden. In seinen 20 Städten und Gemeinden leben zurzeit etwa 210.084 Menschen, die im Quellenland Schwarzwald-Baar-Kreis ihr attraktives Zuhause sehen - hier "daheim" sind.

Wappen

Wappen SBK
Wappen SBK

Das von Prof. Klaus Schnibbe aus Furtwangen entworfene Wappen wurde bei der Landkreisreform von 1973 neu geschaffenen Schwarzwald-Baar-Kreis am 7. Juni 1974 vom Innenministerium Baden-Württemberg verliehen. Es bildet eine Kombination der Schildteilungen der ehemaligen Stadtwappen der Städte Villingen (gespalten von rot und blau) und Schwenningen (geteilt von blau und silber), sowie des Wappens der Stadt Donaueschingen (geteilt von silber und blau).

Der Adler ist das Wappentier der Zähringer, welche bis zum 12. Jahrhundert den überwiegenden Teil des heutigen Kreisgebietes beherrschten und die bis 1218 hier den Bau der Stadt Villingen am Rande des gleichnamigen Dorfes vorantrieben. Nachkommen und Nachfolger auf der Baar waren die Grafen von Fürstenberg (später Fürsten zu Fürstenberg), die bis heute den Adler in ihrem Wappen führen. Auch die Stadt Villingen führte einen Adler (rot, gold bewehrt) in ihrem Wappen. Die beiden blauen Felder kann man als Symbole nehmen für die im Kreisgebiet entspringenden beiden großen Flüsse Donau und Neckar und ebenso für die zahlreichen bekannten Schwarzwaldflüsse hier überhaupt. Das silberne "bare" Feld steht für die Hochebene der Baar.