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Organisation, Prävention und Verwaltung

Seniorentag 2017
Seniorentag 2017

Die Aufgaben der Gesundheitsämter fokussieren sich auf Gesundheitsschutz- und Public-Health-orientierte Schwerpunkte (Gesundheitsberichterstattung, Gesundheitsplanung und Gesundheitsförderung), wodurch die kommunalen Ebene gestärkt wird.

Regionale und vernetzte Gesundheitspolitik, Gesundheit und gesunde Lebenswelten werden mittlerweile im Rahmen der kommunalen Grundversorgung als ein essentieller Standortfaktor gesehen.

Gesundheitsnetzwerk Schwarzwald-Baar

Der Landkreis hat mit 17 Rehabilitations- und Fachkliniken sowie einem Klinikum der Zentralversorgung mit regionaler und überregionaler Ausstrahlung eine Spitzenstellung in der Region und im Land. Ergänzt wird die Gesundheitswirtschaft im Kreis durch Kur- und Tourismusanbieter, medizinische Dienstleister zur Grundversorgung, zu Forschungs- und Entwicklungsdienstleister, Hochschulen, Aus- und Weiterbildungsträger, spezifische medizinische Zulieferer sowie weitere Akteure.

Im Gesundheitsnetzwerk gibt es unter anderem Vorträge und Projekte wie Gesundheit im Gespräch, Seniorentag, Fachtag Frühe Hilfen und den Pflegetag.

Kerngedanke des Gesundheitsnetzwerks und der Kommunalen Gesundheitskonferenz ist eine berufsübergreifende Zusammenarbeit der im Gesundheitswesen Tätigen im Schwarzwald-Baar-Kreis. Gemeinsam sollen Lösungen und Handlungsmöglichkeiten entwickelt und umgesetzt werden, die den Gesundheitsstandort weiter stärken. Das Gesundheitsnetzwerk steht jedem Gesundheitsdienstleister im Schwarzwald-Baar-Kreis offen und entspricht den Vorgaben des Landes Baden-Württemberg zur Kommunalen Gesundheitskonferenz, der trägerübergreifenden und alle Gesundheitsaktivitäten honorierenden Stelle auf Kreisebene.

Gesundheitskongress in Zusammenarbeit mit der Hochschule Furtwangen University

Der Gesundheitskongress ist ein Projekt des Gesundheitsnetzwerkes Schwarzwald-Baar in Zusammenarbeit mit der Hochschule Furtwangen University. Kerngedanke ist es, den Austausch zwischen den Gesundheitsakteuren zu fördern. Zum Kongress sind Gesundheitsanbieter aus der Region, sowie Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Lehre eingeladen. Aber auch Interessierte sind willkommen. Die Veranstaltung findet jährlich statt.

Forum Gesund & Vital

Das Gesundheitsnetzwerk Schwarzwald-Baar hat im Jahr 2016 erstmals ein Konzept für die Präsentation der Gesundheitsangebote im Landkreis umgesetzt. Das Forum „Gesund und Vital“, welches 2016 in Bad Dürrheim und 2017 in Königsfeld stattfand, war ein voller Erfolg. Die Konzeption des Forums sieht vor, dass die Veranstaltung jährlich an wechselnden Veranstaltungsorten im Schwarzwald-Baar-Kreis ausgerichtet wird.

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Arbeitskreis Demenz

Der Arbeitskreis Demenz unterstützt Menschen und deren Angehörige, die von einer Demenzerkrankung betroffen sind und initiiert Projekte, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Der Arbeitskreis Demenz kümmert sich um:

  • die Vernetzung ambulanter und stationärer Altenhilfeeinrichtungen
  • Zusammenkünfte und Fachtagungen mit örtlichen Gruppen sowie Veranstaltungen zur Schulung und Fortbildung
  • Infoveranstaltungen für Angehörige und Pflegende

Weitere Infos:

Arbeitskreis Krebs

Das Gesundheitsamt ist Sitz der Geschäftsstelle des Arbeitskreises Krebs, einem Zusammenschluss von Sozialdiensten, Selbsthilfegruppen und anderen psychosozialen und medizinischen Fachkräften.

Weitere Infos:

Selbsthilfekontaktstelle

Selbsthilfegruppen helfen, Krankheiten oder psychische Probleme besser zu bewältigen. Die Selbsthilfekontaktstelle informiert und berät rund um die Selbsthilfe. Wer für sich selbst, für Angehörige, Patienten oder Klienten eine Selbsthilfegruppe sucht, erfährt hier welche Gruppen es gibt und wie man in Kontakt kommt.

Der Arbeitskreis Selbsthilfegruppen Schwarzwald-Baar-Kreis setzt sich aus Vertreteren von Selbsthilfegruppen und Interessierten an der Selbsthilfe zusammen. Er organisiert Veranstaltungen, um auf die Selbsthilfe aufmerksam zu machen und gibt die Zeitung „Selbsthilfe aktuell“ heraus. Ziel ist ein Hinwirken auf ein selbsthilfefreundliches Klima im Schwarzwald-Baar-Kreis.

Die Selbsthilfekontaktstelle organisiert Fortbildungsveranstaltungen für Gruppenleiter, um gemeinsam Erfahrungen zu reflektieren und neue Anregungen zu vermitteln. Sie berät zu Fragen zur Öffentlichkeitsarbeit, zur Durchführung von Veranstaltungen, zu Wünschen nach Kontakt und Austausch zwischen den Gruppen und zur Vermittlung von Kontakten zu Fachleuten. Zweimal jährlich werden Treffen für alle Selbsthilfegruppenleiter angeboten, um den gegenseitigen Austausch zu unterstützen.

Die Selbsthilfekontaktstelle berät außerdem zu Fragen rund um die finanzielle Förderung. Jede Krankenkasse entscheidet individuell über die Anträge. Bei den Krankenkassen können Sie Ihre Anträge zur Projektförderung ganzjährig einreichen. Diese erhalten Sie direkt bei Ihrer ausgewählten Krankenkasse.

Gibt es zu einem bestimmten Thema keine Selbsthilfegruppe, sammelt die Kontaktstelle Interessierte zu diesem Thema und bietet an, diese miteinander in Kontakt zu bringen. Darüber hinaus sammelt die Kontaktstelle Interessierte für die Gründung neuer Gruppen und bietet für Gruppengründungen an, die Gruppen in organisatorischen Fragen zu unterstützen und, wenn gewünscht, auch bei den ersten Treffen zu begleiten.

Weitere Infos:

Bewegungsförderung im Alter

Gerade im Alter hilft individuell angepasste Bewegung, die Gesundheit zu erhalten.

Projekt zur Sturzprävention „Vitales Alter – Pro Balance – gegen den Sturz“

Stürze gehören zu den häufigsten Problemen, die ältere Menschen in ihrer Selbstständigkeit bedrohen. In Deutschland erleiden 30 Prozent der über 65-Jährigen mindestens einmal pro Jahr einen Sturz. Durch Sturz bedingte Verletzungen beeinträchtigen die Mobilität, die soziale Teilhabe und reduzieren die Lebensqualität. Vor diesem Hintergrund organisiert das Gesundheitsamt gemeinsam mit der Schwenninger Krankenkasse in diesem Jahr ein kreisweites Projekt zur Sturzprävention mit dem Titel „Vitales Alter – Pro Balance – gegen den Sturz“. Das Pro-Balance Konzept ist ein speziell auf die Bedürfnisse von älteren Menschen ausgerichtetes Programm, um Stürze zu vermeiden und die motorischen und kognitiven Fähigkeiten zu verbessern.

Multiplikatoren-Schulung

In zwei jeweils zweitägigen Multiplikatoren-Schulungen werden interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Senioreninitiativen, Tagespflegeeinrichtungen, Sportvereinen, betreutem Wohnen, Wohlfahrtsverbänden und freie Kursleiter geschult. Innerhalb dieser Schulungen werden alltagstaugliche Übungen für Senioren zur Sturzvermeidung nach einem festen Konzept vermittelt. Dieses Sturzprophylaxe-Konzept soll danach von den Multiplikatoren in neuen oder auch bereits bestehenden Kursen für Senioren im Kreisgebiet angeboten werden. Dazu finden öffentliche „Pro Balance - sicherer Halt bis ins hohe Alter“ Vorträge und Schnupperkurse für Senioren in den Gemeinden des Kreises statt.

Weitere Infos:

Modellprojekt zur ambulanten Versorgung in der Region

Die Landkreise Schwarzwald-Baar-Kreis, Tuttlingen und Rottweil führen seit 2016 das Modellprojekt zur „ambulanten Versorgung in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg“ durch. Das Projekt wurde durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg finanziert und in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg durchgeführt. Es endete im August 2018.

Bei der ambulanten ärztlichen Versorgung gibt es bereits heute Anzeichen, dass künftig Engpässe entstehen könnten. Das gilt insbesondere für die hausärztliche Versorgung vor Ort. Für Ärzte am Ende ihres Berufslebens wird es insbesondere in kleineren Landarztpraxen vielfach zur Herausforderung, Nachfolger zu finden. Junge Ärztinnen und Ärzte wünschen sich vermehrt moderne, flexible Arbeitsbedingungen, die in ländlichen Klein- und Einzelpraxen nicht realisierbar sind. Der alternden Ärzteschaft steht eine ebenfalls alternde Bevölkerung gegenüber, wodurch der Behandlungsbedarf in den nächsten Jahren zusätzlich steigt, denn je älter eine Person ist, umso häufiger muss sie zum Arzt.

Das Projekt hatte das Ziel, bestehende Strukturen zu analysieren und zu verbessern, die entscheidenden Akteure der regionalen medizinischen Versorgung zusammenzubringen und Konzepte zur Gewinnung von Nachwuchsärzten zu erarbeiten. Für die Erarbeitung von Lösungen wurde das Forschungs- und Beratungsinstitut Quaestio (Bonn) beauftragt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch das Institut für Allgemeinmedizin der Universität Frankfurt.

Stipendienprogramm zur Gewinnung Medizinstudierender für den unterversorgten Ländlichen Raum

Das Land Baden-Württemberg möchte Medizin-Studierende schon während des Studiums dafür gewinnen, sich nach Abschluss des Studiums und der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in unterversorgten Gebieten niederzulassen.

Gerade im ländlichen Raum wollen sich immer weniger Human-Mediziner niederlassen. Das nachstehende Förderprogramm „Stipendien für Medizinstudierende“ ist eine weitere Maßnahme, dem Arztmangel in unterversorgten Regionen entgegen zu treten. Hierzu hat die Landesregierung Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt.

Bewerbungen sind ab sofort und auch schon während des 6. Fachsemesters möglich (solange noch Stellen frei sind). Das Stipendienprogramm ist bundesweit geöffnet, priorisiert werden jedoch Bewerbungen von Studierenden aus Baden-Württemberg.

Weitere Infos:

Gesundheitsberichterstattung

Bei der Gesundheitsberichterstattung wurde im letzten Jahr der Bericht bzw. die Evaluation der Einschulungsuntersuchung (ESU) erarbeitet.

Weitere Infos:

Gesundheitsplanung

Das Ziel des „Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst (Gesundheitsdienstgesetz)“, welches am 01.01.2016 in Kraft getreten ist, ist es, den öffentlichen Gesundheitsdienst inhaltlich wie strukturell für die Zukunft neu aufzustellen. Durch die Fokussierung der Aufgaben der Gesundheitsämter auf Gesundheitsschutz- und Public Health-orientierte Schwerpunkte (Gesundheitsberichterstattung, Gesundheitsplanung und Gesundheitsförderung) wird gleichzeitig eine Stärkung der kommunalen Ebene erreicht. Da regionale und vernetzte Gesundheitspolitik im Rahmen der kommunalen Grundversorgung einen Standortfaktor darstellt, werden Gesundheit und gesunde Lebenswelten mittlerweile als ein essentieller Faktor verstanden. Das Gesundheitsamt reagiert auf die neue Aufgabenstellung nach Gesundheitsdienstgesetz mit dem Aufbau eines neuen Sachgebietes „Gesundheitsplanung, Gesundheitsförderung, Gesundheitsberichterstattung“.