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06.11.2026

Kreistag: Ausschuss für Umwelt und Technik tagt am Montag, 9. November - Haushaltsplan wird beraten

Der Ausschuss für Umwelt und Technik des Schwarzwald-Baar-Kreises tagt am Montag, 6. November, um 15 Uhr im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes in VS-Villingen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Haushaltsplan 2027, die Änderung der Abfallwirtschaftssatzung und die Ergebnisvorstellung einer Restabfall-Sortieranalyse für 2026.

Haushalt 2027

Am 2. November nahm der Kreistag den Entwurf des Haushalts zur Kenntnis und überwies ihn zur weiteren Beratung an die Fachausschüsse. Der Ausschuss für Umwelt und Technik berät über die Teilhaushalte Allgemeine Verwaltung und Finanzen, Rechts- und Ordnungsverwaltung, Umwelt und Gesundheit und Ländlicher Raum.

Abfallwirtschaftssatzung wird geändert

Der Landkreis hat seine Abfallwirtschaftssatzung zuletzt zum 1. Januar 2026 geändert. Für das Jahr 2027 wurden die neu berechneten Gebühren in die Änderungssatzung aufgenommen. Die vorgeschlagenen Änderungen sind aus abfallwirtschaftlicher Sicht sinnvoll und teilweise rechtlich notwendig, damit die Abfallentsorgung im Landkreis auf einer soliden und rechtssicheren Grundlage weitergeführt werden kann. Ergänzungen betreffen insbesondere Regelungen zu Abfallentsorgungsanlagen und berücksichtigen vor allem die zukünftige Nutzung der Deponie Haldenwald in Tuningen.

Mehr Bioabfall trennen — Sortieranalyse zeigt Handlungsbedarf und Potenzial für deutlich mehr Verwertung

Der Abfallwirtschaftsplan Baden-Württemberg schreibt regelmäßige Restabfall-Sortieranalysen vor. Das Witzenhausen-Institut wurde damit beauftragt, für den gesamten Landkreis eine repräsentative Analyse durchzuführen. Die Untersuchung (vom 6. bis 8. Juli 2026) ergab im Mittel 112,1 Kilogramm Restabfall je Einwohner und Jahr mit 27,6 Kilogramm organischen Abfällen im Restmüll (inklusive verpackter Lebensmittel zirka 36 Kilogramm). Damit liegt der Organikanteil etwa zehn Prozent über dem Zielwert des Landes Baden-Württemberg – bei Berücksichtigung verpackter Lebensmittel entsprechend höher. Festgestellt wurde der relativ hohe Anteil an verpackten Lebensmitteln im Restmüll. Bei vielen dieser verpackten Lebensmittel war das Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht oder gerade eben abgelaufen – also eindeutige Hinweise auf Lebensmittelverschwendung. Häufige Fehlwürfe betrafen zudem Elektro-Kleingeräte (in rund 88 Prozent der Stichproben) und Batterien (rund 38 Prozent), während recyclingfähige Wertstoffe mit 5,1 Prozent unter den Landesvorgaben lagen. Die Verwaltung sieht daraus einen Handlungsauftrag: Durch bessere Trennung und höhere Anschlussquoten an die Biotonne könnten die Bioabfallzielwerte erreicht und jährlich etwa 2.500 Tonnen mehr Bioabfall verwertet werden.

Weitere Infos sowie die Unterlagen zur Sitzung gibt es unter: https://session.lrasbk.de/bi/info.asp