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29.10.2026

Sitzung des Kreistags am Montag, 2. November - Landrat Sven Hinterseh bringt Haushaltsentwurf 2027 ein

Der Kreistag des Schwarzwald-Baar-Kreises tagt am Montag, 2. November, um 15 Uhr im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes in VS-Villingen. Landrat Sven Hinterseh bringt in der Sitzung den Haushaltsentwurf für 2027 ein. Weitere Themen sind unter anderem die Abfallgebührenkalkulation 2027 sowie die Umsetzung des Nahverkehrsplans mit der Ausschreibung der Verkehrsleistungen Südbaar.

Landrat Sven Hinterseh bringt Entwurf zum Haushalt 2027 ein

Die Verwaltung bringt den Entwurf der Haushaltssatzung und des Haushaltsplans für 2027 ein. Landrat Sven Hinterseh erläutert in der Sitzung die Vorstellungen der Verwaltung. Im November und Dezember beraten die Fachausschüsse. Am 14. Dezember soll der Kreistag die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan verabschieden.

Abfallgebühren 2027: Nur geringe Mehrbelastung für die Haushalte

Weil der bisherige Kalkulationszeitraum ausläuft, hat die Kreisverwaltung die Abfallgebühren im Schwarzwald-Baar-Kreis zum 1. Januar 2027 neu berechnet. Das bewährte System aus Haushalts- und Gefäßtarif bleibt bestehen, die über die Gebühren zu deckenden Kosten steigen mit 21,36 Millionen Euro nur um 0,9 Prozent – nach einem Plus von 8,1 Prozent im Vorjahr.

Höheren Aufwendungen für Einsammlung, Transport und Biomüllverwertung stehen geringere zentrale Kosten sowie niedrigere Restmüll-Entsorgungskosten gegenüber.

Um die Nutzung der Biotonne zu fördern, bleibt deren Behältergebühr für Haushalte unverändert. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit 120-Liter-Restmülltonne und vierwöchentlicher Leerung bedeutet das ein Plus von 3,30 Euro oder 2 Prozent im Jahr. Gewerbebetriebe zahlen rund 5,2 Prozent mehr. Deutlicher steigen die Selbstanliefergebühren für Hausmüll, Sperrmüll, Grüngut, Altholz und Bauschutt, während Altreifen etwas günstiger werden.

Nahverkehr: Ausschreibung der Busleistungen in der Südbaar

Weil die Verkehrsverträge im Bereich Südbaar zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 auslaufen, berät der Kreistag über die europaweite Neuausschreibung der Busleistungen – den Auftakt zur Umsetzung des neuen Nahverkehrsplans im Schwarzwald-Baar-Kreis. Für die Fahrgäste bringt das Konzept spürbare Änderungen: Auf Hauptachsen wie der Linie 900 verkehren künftig Busse ausschließlich im Linienverkehr, auf Nebenachsen kommen in Schwachlastzeiten Rufbusse oder ein flexibles On-Demand-Angebot zum Einsatz. Gleichzeitig entfallen bei Regelfahrten außerhalb des Schülerverkehrs einzelne Stichfahrten und Umwege, etwa in Bräunlingen, Pfohren oder Wolterdingen. Neu ist außerdem, dass die bislang vier Lose zu einem gemeinsamen Los zusammengeführt werden, die Vertragslaufzeit beträgt zehn statt acht Jahre. Dieselbusse sollen mit „HVO 100“ betankt werden. Als Zuschlagskriterien schlägt die Verwaltung 90 Prozent Preis und 10 Prozent Umweltkriterien vor.

Standortsuche Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland

Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat am 27. Oktober 2026 zum dritten Mal Arbeitsstände aus den repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen veröffentlicht und damit eine weitere Eingrenzung der Teilgebiete vorgenommen. Danach gelten nur noch weniger als fünf Prozent der Landesfläche Deutschlands als potenziell geeignet für ein Atommüllendlager. Im Schwarzwald-Baar-Keis betrifft dies einen Granitkomplex des Triberger Granits und einen Granitkomplex des Eisenbacher Granits. Aus diesem aktuellen Anlass informiert die Verwaltung über den Stand der Endlagersuche.

Weitere Infos sowie die Unterlagen zur Sitzung gibt es unter: https://session.lrasbk.de/bi/info.asp