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28.10.2026

Trockenheit setzt dem Landkreis zu -- Wasserversorgung bleibt Thema

Bei der jüngsten Arbeitsgruppe zum Thema „Wasserversorgung im Schwarzwald-Baar-Kreis“ im Landratsamt drehte sich alles um die andauernde Trockenheit und ihre Auswirkungen auf die Wasserversorgung im Landkreis. Vertreter des Landratsamtes aus Forst, Landwirtschaft, Feuerwehr und dem Gesundheitsamt sowie die Wasserversorger tauschten sich zu sinkenden Quellen, knapper werdenden Reserven, aber auch zu praktischen Problemen bei Leitungen und zur Löschwasserversorgung aus. Dezernentin Barbara Kollmeier: „Ich bin froh, dass wir uns in dieser fachlichen Runde regelmäßig austauschen. Ziel ist es, dass wir gemeinsam die Versorgungssicherheit bewerten, akute Handlungsbedarfe erkennen und gemeinsame Pläne für die kommenden Monate vereinbaren.“ Vor allem die Trockenheit des Sommers 2026 und die vielen Herausforderungen hiermit zeigte, wie wichtig die Austauschrunde für die Verantwortlichen ist.

„So etwas haben wir in dieser Deutlichkeit noch nicht gesehen“, sagte Michael Dold Geschäftsführer der Aquavilla GmbH, die für die Wasserversorgung verantwortlich ist.
Die andauernde Trockenheit im Sommer 2026 hatte viele Quellen und Brunnen merklich abgesenkt. „Die Gutterquelle liefert zwar noch, aber deutlich weniger als in den Vorjahren“, berichtete ein Kai Baudis, Leiter des Wasserwerks Donaueschingen. Über Verbundleitungen sei die Versorgung aktuell gesichert, so die Versorger.
Auch die Landwirtschaft spürt die Trockenheit: „Bislang war das Futterjahr 2025 ein Glücksfall, aber die Vorräte schwinden“, berichtete Ralf Brodscholl, zuständig für den Pflanzenbau beim Landwirtschaftsamt des Landratsamtes. Die Heupreise hätten sich teilweise verdreifacht. Ohne Regen drohten im Frühjahr dramatische Engpässe.
Der Forst und die Feuerwehren warnten im Sommer vor erhöhter Waldbrandgefahr. Einzelne kleinere Waldbrände konnten gelöscht werden. Sollte es aber zu größeren Bränden kommen, sind für die Schadensbewältigung größere Kräfteansätze notwendig. Ferner erklärte Kreisbrandmeister Florian Vetter: „Sollte der der Druck in den Versorgungsnetzen, aufgrund der großen Wasserabnahmen im Sommer weiter sinken, könnte dies für unsere Pumpen ein Problem werden und dann müssten neue Ansätze zur Löschwasserentnahme angedacht werden.“

„Nur langanhaltender Regen würde die Lage spürbar entspannen“, hielt Michael Dold fest. Gleichzeitig warnen Experten: Trockene Jahre könnten künftig häufiger werden. Die Folge: mehr Planung, mehr Zusammenarbeit und vor allem: ein wachsames Auge auf die Wasserreserven.

Dezernentin Barbara Kollmeier fasste zusammen: „Die Probleme sind lokal spürbar, die Lösungen aber oft überregional.