Treffen der ehemaligen Bürgermeister im Landratsamt
Ein Nachmittag mit Rückblicken und Ausblicken war das Treffen der ehemaligen Bürgermeister aus dem Kreisgebiet im Landratsamt. Rund zwei Duzend ehemalige kommunale Oberhäupter sowie Landrat a. D. Karl Heim und sein langjähriger Stellvertreter Joachim Gwinner waren der Einladung ins Landratsamt gefolgt.
Landrat Sven Hinterseh und Schonachs Bürgermeister Jörg Frey, der derzeit den Vorsitz der Bürgermeisterversammlung im Landkreis innehat, begrüßten die ehemaligen Kommunalpolitiker. Landrat Sven Hinterseh gab dann einen Überblick über die aktuelle Situation im Landkreis und die derzeitigen Herausforderungen der Kreispolitik – vom Straßenbau bis zur Pflegevorsorge und über allem die Haushaltskonsolidierung. Unter der Überschrift „Dreieckstadt statt Städtedreieck“ blickte Kreisarchivar Clemens Joos halb humorvoll, halb ernst auf die gescheiterten Pläne während der großen Kommunalreform vor 50 Jahren zurück, die Städte Donaueschingen, Bräunlingen und Hüfingen zu einer einzigen Stadt zusammenzufassen. Damals wurde der Kreis so eingerichtet wie er heute ist, eben mit drei unabhängigen Städten im „Städtedreieck“, was dem vehementen Widerstand der Bürger zu verdanken ist.
Im Anschluss an diesen Input entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch über strukturelle Eigentümlichkeiten und Entwicklungen im Kreisgebiet. Die Gegenwart, in der den Kommunen vor allem in finanzieller Hinsicht ein eisiger Wind ins Gesicht bläst, ist hart und verlangt den kommunalen Entscheidungsträgern vieles ab. Aber in der Vergangenheit, da waren sich alle schnell einig, waren die Zeiten auch nicht immer rosig, auch wenn der Rückblick immer etwas heimelig erscheint. Und jeder der Anwesenden konnte auf Entscheidungen verweisen, die seinerzeit extrem unpopulär waren und ihm alles andere als leichtgefallen sind. Dass es dennoch immer wieder gelungen ist, das Beste für den Kreis und seine Kommunen herauszuholen, kann für die Gegenwart durchaus Mut machen.