Ausschuss für Verwaltung, Wirtschaft und Gesundheit tagt am Montag, 19. Oktober - Themen: Nahverkehrsplan und On-Demand-Verkehr
Am Montag, 19. Oktober tagt der Ausschuss für Verwaltung, Wirtschaft und Gesundheit des Schwarzwald-Baar-Kreises um 15 Uhr im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes in VS-Villingen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Umsetzung des Nahverkehrsplans mit der Ausschreibung der Verkehrsleistungen Südbaar sowie das Pilotprojekt On-Demand-Verkehr (ODV).
Nahverkehr: Ausschreibung der Busleistungen in der Südbaar
Weil die Verkehrsverträge im Bereich Südbaar zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 auslaufen, berät der Ausschuss für Verwaltung, Wirtschaft und Gesundheit über die europaweite Neuausschreibung der Busleistungen – den Auftakt zur Umsetzung des neuen Nahverkehrsplans im Schwarzwald-Baar-Kreis. Für die Fahrgäste bringt das Konzept spürbare Änderungen: Auf Hauptachsen wie der Linie 900 verkehren künftig Busse ausschließlich im Linienverkehr, auf Nebenachsen kommen in Schwachlastzeiten Rufbusse oder ein flexibles On-Demand-Angebot zum Einsatz. Gleichzeitig entfallen bei Regelfahrten außerhalb des Schülerverkehrs einzelne Stichfahrten und Umwege, etwa in Bräunlingen, Pfohren oder Wolterdingen. Neu ist außerdem, dass die bislang vier Lose zu einem gemeinsamen Los zusammengeführt werden, die Vertragslaufzeit beträgt zehn statt acht Jahre. Dieselbusse sollen mit „HVO 100“ betankt werden. Als Zuschlagskriterien schlägt die Verwaltung 90 Prozent Preis und 10 Prozent Umweltkriterien vor.
ÖPNV auf Bestellung: Kreis startet Pilotprojekt in Blumberg
Vom 19. Oktober 2026 bis zum 31. Januar 2027 testet der Schwarzwald-Baar-Kreis in Blumberg und seinen Ortsteilen den sogenannten On-Demand-Verkehr (ODV), den der Kreistag im Zuge der Fortschreibung des Nahverkehrsplans als neues bedarfsorientiertes Angebot neben dem klassischen Rufbus beschlossen hatte. Die Kreisverwaltung informiert den Ausschuss über den Start des Modellprojekts. Anders als der Rufbus kommt der ODV ohne festen Fahrplan und Linienweg aus, gebucht wird per Telefon oder App. Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist der Bahnhof in Blumberg-Zollhaus, auf den alle Fahrtwünsche abgestimmt werden, sodass der Umstieg auf die Linien 900 und 910 klappt – maximal zwei Fahrten pro Stunde und Richtung sind buchbar, damit das Angebot nicht zum Taxi-Ersatz wird. Die Erschließungslinien 911 bis 914 verkehren während des Testlaufs bereits nach dem künftig vorgesehenen, auf die Schulzeiten reduzierten Fahrplan. Durchgeführt wird der Pilotbetrieb von der VGB. Um realistische Bedingungen zu schaffen, dürfen gleichzeitig nur zwei Fahrer im Einsatz sein. Für den Kreis soll das Projekt kostenneutral bleiben – der Ausschuss wird um Kenntnisnahme gebeten.
Weitere Infos sowie die Unterlagen zur Sitzung gibt es unter: https://session.lrasbk.de/bi/info.asp