Ausschuss für Bildung und Soziales am Montag, 5. Oktober: Jobcenter, Carl-Orff-Schule, Blockunterricht
Der Ausschuss für Bildung und Soziales des Schwarzwald-Baar-Kreises tagt am Montag, 5. Oktober, um 15 Uhr im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes in VS-Villingen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Sachstandsbericht zur Arbeit des Jobcenters, die energetische Sanierung der Carl-Orff-Schule Villingen-Schwenningen sowie der Blockunterricht an den Berufsschulen.
Die Arbeit des Jobcenters
Thorsten Reutter, Geschäftsführer des Jobcenter führt in der Sitzung zum aktuellen Stand der Einrichtung aus. Dabei geht er unter anderem auf das Änderungsgesetz zum Bürgergeld ein und berichtet, wie sich der Bestand der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten und die Bedarfsgemeinschaften entwickeln.
Carl-Orff-Schule: Aktueller Stand zur Planung der energetischen Sanierung
Der Kreistag hat die Verwaltung beauftragt, die energetische Sanierung der Carl-Orff-Schule in Villingen Schwenningen auf Basis einer Machbarkeitsstudie zu planen. Vorgesehen sind die Sanierung des Bestands und ein späterer Erweiterungsbau mit Gesamtkosten von rund 19,6 Millionen Euro. Die aktuelle Kostenschätzung für die Sanierung des Bestandsgebäudes liegt bei 14,54 Millionen Euro (rund 2,5 Millionen Euro über der bisherigen Prognose), unter anderem wegen Erneuerungen der Lüftungsanlage, Gebäudeautomation und gestiegener Baukosten. Parallel laufen Vorbereitungen für die Ausschreibung des Erweiterungsbaus. Im Zuge der Planungen wurde auch das Therapiebad untersucht: Für einen dauerhaften Weiterbetrieb werden Investitionen von etwa 1,213 Millionen Euro geschätzt. Nach aktueller Förderlage wäre ein Zuschuss von rund 284.000 Euro möglich, sodass die Nettoinvestition etwa 929.000 Euro betragen würde. Die Verwaltung hat drei Varianten geprüft: die Sanierung und den Weiterbetrieb, den Rückbau bei Erhalt der Raumgeometrie sowie den Rückbau mit Umbau beziehungsweise Erweiterung. Die Verwaltung empfiehlt aus wirtschaftlicher Sicht den Rückbau bei Erhalt der Raumgeometrie. Die Schließung des Therapiebades hätte jedoch spürbare pädagogische Auswirkungen. Die Verwaltung schlägt vor, die Entscheidung im Ausschuss für Bildung und Soziales zu beraten und gegebenenfalls die Schließung zum Ende des Schuljahres 2026/2027 zu beschließen.
Blockunterricht an den Berufsschulen
Berufsschülerinnen und Berufsschüler können einen Zuschuss erhalten, wenn sie für den Blockunterricht vorübergehend am Schulort wohnen müssen und die tägliche Anfahrt mehr als zwei Stunden beträgt. Nun gab es eine Änderung, wonach nur die in der Positivliste des Kultusministeriums genannten Schularten, Standorte und Klassenstufen sowie diejenigen, die sonstige Fördervoraussetzungen erfüllen, einen Zuschuss erhalten sollen. Die Nichtaufnahme einzelner Berufsgruppen in die Positivliste kann Ausbildungsplätze gefährden. Schulen, Kammern und Verbände fordern deshalb, diese Regelung zu überprüfen und anzupassen, damit Auszubildende nicht wegen der Entfernung von ihrer Ausbildung ausgeschlossen werden. So sollte die Unterbringung in einem Internat immer dann mit einem Landeszuschuss möglich sein, wenn eine tägliche Anreise nicht zugemutet werden kann. Als weiterhin sinnvoll wird der Neubau von Schule und Internat gesehen, da in den letzten Jahren die Schüler- und Übernachtungszahlen gestiegen sind.
Weitere Infos sowie die Unterlagen zur Sitzung gibt es unter: https://session.lrasbk.de/bi/info.asp