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19.06.2026

Gesundheitsamt informiert: Wie sich ältere Menschen bei großer Hitze schützen können

Die Sommertemperaturen steigen in diesen Tagen wieder an. Hitze wird für die Gesundheit gefährlich, wenn die Tagestemperatur auf oder über 30 Grad steigt und nachts nicht unter 20 Grad fällt. Wenn Hitzewellen über mehrere Tage anhalten, ist das eine enorme körperliche Belastung. Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis weist deshalb darauf hin, sich und andere unbedingt an den heißen Tagen mit erhöhter UV-Strahlung gut zu schützen.

Ältere Menschen besonders gefährdet
Ältere Menschen und Pflegebedürftige können sich an sehr warmen oder heißen Tagen und Nächten nur eingeschränkt anpassen. Oft bestehen Vorerkrankungen, bei denen keine großen Trinkmengen zu sich genommen werden dürfen. Medikamente zur Behandlung diverser Erkrankungen greifen ebenfalls in den menschlichen Wasserhaushalt, aber auch in die Kreislaufregulation ein.

Hitze meiden
Das Gesundheitsamt empfiehlt, extreme Hitze zu meiden, indem man sich möglichst im Schatten aufhält. Wenn möglich, sollte man sich nur morgens und abends im Freien aufhalten und körperliche Anstrengungen reduzieren. Wichtig ist darauf zu achten, dass niemand im Auto zurückgelassen wird.

Körper kühlen
Weiter rät das Gesundheitsamt zur Körperkühlung, indem luftige und helle Kleidung getragen wird. Zusätzlich sollte Sonnenschutz verwendet werden (Körpercreme, Sonnenbrille, Kopfbedeckung mit breiter Krempe). Ein weiterer Ratschlag, um den Körper abzukühlen ist eine kühle Dusche, wobei darauf zu achten ist, dass nicht zu kalt geduscht wird, um Kreislaufprobleme oder übermäßiges Schwitzen zu vermeiden. Weiter können feuchte Tücher auf die Haut gelegt, Wasser aus einer Sprühflasche zum Kühlen genutzt werden oder es kommt ein Fächer zum Luftkühlen zum Einsatz.

Wohnraum kühlen
Um den Wohnraum zu kühlen, empfiehlt das Gesundheitsamt morgens und abends mit Durchzug zu lüften, Fensterläden, Rollos und Vorhänge zu schließen, so wenig elektrische Geräte und Lichtquellen wie möglich nutzen und am besten in den kühlsten Räumen der Behausung zu schlafen

Essen und Trinken anpassen
Zudem sollte das Essen und Trinken an die hohen Temperaturen angepasst werden. Das heißt: regelmäßig und über den Tag verteilt trinken (lauwarm oder kühl), beispielsweise Wasser, ungesüßte Tees, Säfte als Schorle (bei Vorerkrankungen sollte die Trinkmenge mit den Ärzten abgeklärt werden!). Weiter werden kleine Mahlzeiten empfohlen, die dafür häufiger am Tag zu sich genommen werden, wie zum Beispiel kalte Suppen, Salate, frisches wasserhaltiges Obst und Gemüse. Wichtig ist es zudem, ausreichend Mineralstoffe zu sich zu nehmen, um den Verlust durch das Schwitzen auszugleichen (kein Alkohol, keinen Kaffee, keine Softdrinks). Besonders sollte darauf geachtet werden, die Lebensmittel gut zu kühlen und schnell zu verbrauchen (Gefahr von Lebensmittelvergiftungen!).

Vorsicht bei Arzneimitteln
Vorsicht ist bei großer Hitze auch bei den Arzneimitteln geboten. Hitze kann die Wirkung von Medikamenten verändern. Deshalb sollte mit den eigenen Ärztinnen und Ärzten die angepasste Aufbewahrung und angepasste Einnahme besprochen werden. Rat gibt es hierzu auch in der Apotheke.

Auf andere achten
Auf ältere, auf ältere alleinstehende Menschen und auf Kinder sollte bei großer Hitze besonders geachtet werden, aber auch auf Pflegebedürftige und chronisch Kranke, Schwangere, Obdachlose und im Freien Arbeitende sowie Sport-Treibende. Hier wird empfohlen, einen kühlen, schattigen Ort aufzusuchen und Wasser zum Trinken anzubieten, wenn Hilfe benötigt wird. Bei Verdacht auf einen hitzebedingten Notfall, unbedingt die 112 anrufen.

Weitere Infos unter: https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/de/themen/gesundheit-umwelt/gesundheit-hitze/