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15.06.2026

K 5724/K 5531 zwischen Brogen und Hardt mit Eröffnungsfeier eingeweiht

Mit dem Ausbau der Kreisstraßen K 5724 und K 5531 und dem Bau einer durchgängigen Radwegverbindung zwischen Brogen und Hardt wurde eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte zur nachhaltigen Mobilität der vergangenen Jahre umgesetzt. Am Samstag (13. Juni) wurde die Kreisstraße und der neue Radweg zwischen Brogen und Hardt offiziell mit einer Feier und einer Rad-Sternfahrt eingeweiht. Landrat Sven Hinterseh hob in seinen Begrüßungsworten hervor, wie wichtig der Ausbau besonders für die Radfahrer ist: „Die Strecke zwischen Brogen und Hardt hat mit dieser Baumaßnahme enorm an Sicherheit für die Radfahrer gewonnen und ich bin davon überzeugt, dass diese Strecke sehr gut angenommen wird, ob für Radfahrer die täglich die Strecke zur Arbeit fahren oder für Freizeitradler. Ich bin sehr dankbar, dass wir die Baumaßnahme so schnell umsetzen konnten.“

Ausgangspunkt für den Ausbau der Straße war der sanierungsbedürftige Zustand und die zu geringe Ausbaubreite. Ursprünglich waren für die Durchführung der Baumaßnahme zwei Jahre vorgesehen waren. Der offizielle Spatenstich fand am 16. April 2025 statt. Die ersten Planungen lagen bereits einige Jahre zurück. „Dank guter Witterung und der reibungslosen Zusammenarbeit aller Beteiligten konnten beide Bauabschnitte allerdings schon 2025 weitgehend fertiggestellt werden. Lediglich einige Belagsarbeiten an Einfahrten und die Fahrbahnendmarkierung mussten im Frühjahr 2026 nachgeholt werden“, so Landrat Hinterseh. „Danken möchte ich vor allem dem Bund und Land für die Fördermittel. Ohne diese finanzielle Beteiligung, wäre es sehr viel schwieriger gewesen, diese Maßnahme umzusetzen. Ein großes Dankeschön gilt den beteiligten Kommunen, den Städten St. Georgen, Königsfeld, Schramberg und Hardt sowie dem Landkreis Rottweil, die an dem Ausbau der Kreisstraßen und dem Bau der Radwegverbindung mitgewirkt und anteilig Kosten übernommen haben. Dieses große Gemeinschaftsprojekt zeigt, wieviel wir erreichen können, wenn wir alle an einem Strang ziehen“, freute sich Landrat Sven Hinterseh.

Dr. Christian Schneider, Ministerialdirektor im Ministerium für Verkehr des Landes Baden-Württemberg, freute sich über den gelungenen Ausbau der Kreisstraße und die neue, durchgängige Radewegeverbindung: „Damit ein solches Projekt gelingt, braucht es koordiniert handelnde Städte, Gemeinden und Landkreise. Wir verbessern durch diese Maßnahme die Mobilität der Menschen und erhöhen die Verkehrssicherheit. Von diesem Projekt profitieren Autofahrer und Radfahrer gleichermaßen. Als Land Baden-Württemberg unterstützen wir das durch gezielte Förderung.“

Carsten Gabbert, Regierungspräsident des Regierungspräsidiums Freiburg hob hervor: „Dieses Projekt steht beispielhaft für die erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit aller Beteiligten über Kreisgrenzen hinweg. Ich freue mich, dass wir mit einer Förderung von insgesamt rund 5,6 Millionen Euro unseren Beitrag hierzu leisten konnten.“

Hintergrundinfos:

Radweg
• Länge: zirka 6,4 Kilometer
• Breite: 2,5 Meter
• Aufbau: Asphaltbeton, Frostschutzschicht, Entwässerungsgräben, Verdolungen

Straßenbau
• Ausbau K 5724 und K 5531 auf 4,6 Kilometern Länge
• Neue Fahrbahnbreite: 6 Meter
• Verbreiterung: bis zu 1 Meter
• Bauweise: Hocheinbauverfahren

Ver- und Entsorgungsleitungen im Zuge der Maßnahme 
Mitverlegung von:

• 1.000 Meter Kabelleerrohre für Glasfaser (Zweckverband Breitband)
• 600 Meter Wasserleitungen (Gemeinde Königsfeld)
• 2.000 Meter Kabelleerrohre für Gasversorgung (terranets BW)
• 300 Meter Abbau von Freileitungen (Telekom)

Bushaltestellen
• 12 Haltestellen barrierefrei erneuert, davon sechs im Schwarzwald-Baar-Kreis und sechs im Landkreis Rottweil.
• Ausstattung mit Niederflurbordsteinen und taktilen Leitelementen

Sicherung der Straßeninfrastruktur
• Einbau von zirka 2.500 Meter neue Schutzplanken

Kosten und Förderung
• Bauauftrag: Firma Gebr. Stumpp GmbH & Co. KG, Bruttoangebot ca. 3,7 Mio. Euro
• Gesamtkosten inklusive Planung, Grunderwerb, Gutachten, Ingenieurleistungen und Ausgleichsmaßnahmen: zirka 6 Mio. Euro
• Förderung durch das Land Baden-Württemberg:
o Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz - LGVFG
o Sonderprogramm „Stadt und Land“

Gesamtkosten Radweg: zirka 3,2 Mio. Euro
Gesamtförderung zirka 3 Mio. Euro für den Radweg
Restkosten Radweg werden anteilig zwischen Städten, Gemeinden und den Landkreisen aufgeteilt.

Gesamtkosten Straße: zirka 2,8 Mio. Euro
Gesamtförderung zirka 1,6 Mio. Euro für die Straße
Restkosten Straße anteilig zwischen den beiden Landkreisen aufgeteilt.

Baubegleitung
• Bautechnische Bauleitung: BIT Ingenieure GmbH
• Ökologische Bauleitung: Büro Burkhard und Sandler
• Bodenkundliche Baubegleitung: Ingenieurgesellschaft Wehinger Egner


Wirtschaftliche und regionale Bedeutung
Die neue Radwegverbindung verbessert die Verkehrssicherheit für Radfahrer und steigert zudem die Attraktivität der Region für Tourismus und Naherholung. Die verbreiterte Straße sorgt für besseren Verkehrsfluss und reduziert Unfallrisiken. Damit stärkt das Projekt die regionale Infrastruktur, die Lebensqualität und die wirtschaftliche Entwicklung.