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24.10.2025

Gemeinsam Zukunft gestalten - Kita-Gipfel setzt starke Impulse im Schwarzwald-Baar-Kreis

Wie können Kitas den wachsenden Herausforderungen unserer Zeit begegnen? Unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten – innovative Lösungswege für die Kita-Landschaft“ fand im Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis in VS-Villingen der erste Kita-Zukunftsgipfel statt. Rund 160 Kita-Träger, Leitungen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Politik und Beratung kamen zusammen, um die Zukunft der frühkindlichen Bildung im Landkreis aktiv mitzugestalten.

Landrat Sven Hinterseh eröffnete die Veranstaltung mit einem eindringlichen Appell: „Neue Herausforderungen brauchen neue Lösungen. Wir dürfen nicht darauf warten, dass Veränderungen von außen kommen – wir müssen selbst handeln und Impulse setzen.“ Mit seinem Grußwort machte er deutlich, dass der Landkreis Verantwortung übernimmt und gemeinsam mit allen Beteiligten zukunftsfähige Strukturen aufbauen will.

Die Bedeutung der frühkindlichen Bildung als Fundament für Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe zog sich wie ein roter Faden durch den Vormittag. Sozialplanerin Stefanie Degen gab in ihrem Beitrag einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der Kindertagesbetreuung: Personalmangel, steigende Anforderungen und eine wachsende Nachfrage nach Betreuungsplätzen stellen die Einrichtungen im Schwarzwald-Baar-Kreis vor große Aufgaben. Zugleich betonte sie die Chancen: „Wir haben im Landkreis eine engagierte Kita-Landschaft. Wenn wir Netzwerke stärken und voneinander lernen, können wir gemeinsam viel bewegen.“

Ein Höhepunkt des Gipfels war der Impulsvortrag der Diplom-Psychologin Heike Akli, die unter dem Titel „Machen! – Die Zukunft ist jetzt“ für eine proaktive Haltung warb. Ihr motivierendes Plädoyer richtete sich an alle, die tagtäglich Verantwortung in Kitas tragen: „Gestalten statt reagieren“ lautete ihre zentrale Botschaft.
Beim anschließenden „Markt der Möglichkeiten“ nutzten zahlreiche Teilnehmende die Gelegenheit, sich über regionale Initiativen, Kooperationen und Unterstützungsangebote des Kreisjugendamtes zu informieren. Der Austausch an den Ständen machte deutlich, wie vielfältig die Akteure im Landkreis bereits heute vernetzt sind.

Ein besonderes Interesse fand die Vorstellung des Projekts „Inklusion als Verantwortungsgemeinschaft – Stärkung des Regelsystems“, das vom ServicePoint Kita und der Sozialplanung entwickelt wurde. Ziel ist es, die Teilhabe aller Kinder und Familien zu fördern und inklusive Strukturen in den Kindertageseinrichtungen weiterzuentwickeln. Dabei hilft der ServicePoint Kita, der vor zwei Jahren eingerichtet wurde und eine zentrale Anlaufstelle für die Anliegen aller Kitas im Kreis ist.

Zum Abschluss des Vormittags zog Silke Zube, Leiterin des Jugendamtes und zukünftige Sozialdezernentin ein positives Fazit: „Dieser Gipfel ist kein Schlusspunkt, sondern ein Anfang. Heute haben wir gezeigt, wie viel Energie, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein in unserer Kita-Landschaft steckt.“

Der Kita-Zukunftsgipfel setzte damit ein deutliches Zeichen: Der Schwarzwald-Baar-Kreis will die Herausforderungen der frühkindlichen Bildung nicht nur verwalten, sondern aktiv gestalten – gemeinsam, innovativ und mit Blick auf die Zukunft der Kinder.