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Behindertenbeauftragte

Nach dem sich Manfred Kemter viele Jahre für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention eingesetzt hat, folgt ihm seit 1. November die Sozialpädagogin Stefanie Kaiser auf die Stelle der Kreisbehindertenbeauftragten. Auf der Grundlage des Landes-Behinderten-Gleichstellungsgesetzes - L-BGG - unterstützt das Land seit 1. Januar 2015 die Bestellung von Behindertenbeauftragten in den Kommunen. Ziel ihrer Arbeit ist es, darauf hinzuwirken, dass Bedingungen für eine möglichst weitgehende Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft geschaffen werden. Menschen mit und ohne Behinderungen sollen gemeinsam und selbstbestimmt in allen Lebensbereichen zusammen leben können, mit einem positiven Einfluss auf die Lebensqualität von allen Menschen.

Menschen mit Fragen oder Problemen rund um die Behinderung können sich an die Behindertenbeauftragte als Ombudsfrau wenden. Sie gibt Informationen und kann an entsprechende Beratungsstellen weiter verweisen. Die Behindertenbeauftragte berät die Verwaltung in Fragen der Politik für Menschen mit Behinderungen und arbeitet mit der Verwaltung zusammen. Die Kommunale Behindertenbeauftragte ist unabhängig und weisungsungebunden. 

Aufgaben

  • Individuelle Beratung behinderter Menschen und ihrer Angehörigen, Kontakt mit den zuständigen Behörden
  • Stellungnahmen zu Entscheidungen, die Menschen mit Behinderungen betreffen, für Politik und Verwaltung
  • Informationsaustausch mit beteiligten Einrichtungen, Ämtern, Verbänden und Einzelpersonen
  • Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat und der Selbsthilfekontaktstelle des Gesundheitsamtes im Landratsamt, mit Seniorenräten im Schwarzwald-Baar-Kreis und anderen Gremien, die sich mit uns gemeinsam für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzen
  • Mitwirkung im Rahmen kommunaler Zukunftsplanung, insbesondere bei öffentlichen Bauten und Verkehrswegen
  • Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen für Barrierefreiheit in Bevölkerung und Medien
  • Koordination der Behindertenbeauftragten bei den kreisangehörigen Städten und Gemeinden

Weitere Infos:

Aktivitäten

  • Aktionen zur Barrierefreiheit von Gebäuden, Verkehrsmitteln, Gebrauchsgegenständen, Informations- und Kommunikationssystemen
  • Barrierefreies Fahren mit Bus und Bahn
  • Initiativen für die Zugänglichkeit kultureller Einrichtungen
  • Barrierefreier Tourismus - beispielsweise in Hotels, Gaststätten, Einkaufsmöglichkeiten, Kommunikation, Sport, Freizeiteinrichtungen.

Daten und Regelungen

Im Schwarzwald-Baar-Kreis leben rund 205 000 Menschen. Etwa jede/r siebte hat eine Behinderung. Etwa jede/r zehnte ist schwerbehindert – mehr als im Durchschnitt der Bevölkerung in Baden-Württemberg oder in der Bundesrepublik. Die Menschen im Südwesten unseres Landes leben am längsten von allen in Deutschland. Mit zunehmendem Alter wird der Anteil von Menschen mit Behinderung größer.