Kreisarchiv

Das Kreisarchiv besteht seit 1989 und ist das „Gedächtnis“ des Schwarzwald-Baar-Kreises. Aufgabe des Archivs ist es, alle angefallenen Unterlagen der Verwaltung, die zur Aufgabenerfüllung nicht mehr benötigt werden, zu überprüfen und die, die von bleibendem Wert sind, dauerhaft zu verwahren, zu erschließen und für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Das Kreisarchiv wählt daher Informationen aus der Gegenwart aus, um sie für die Zukunft zu sichern: Es formt Geschichte, aus der viele Menschen für sich, ihre Familie und die Gesellschaft Orientierung gewinnen.

Historisch bedeutungsvolle Unterlagen bewahrt das Kreisarchiv „ewig“ auf. Wer sich für die Geschichte seiner Region interessiert und die Informationen nicht in der Literatur findet, kann hier auf Spurensuche gehen. Viele Unterlagen dienen auch der Nachvollziehbarkeit und Kontrolle demokratischen Verwaltungshandelns.

Langzeitsicherung ist nicht gleichbedeutend mit verbergen. Das Kreisarchiv ist aufgefordert, das einstige Leben im Landkreis in all seinen Facetten sichtbar zu machen. Es soll medial vermitteln und den Bürgern die Kreisgeschichte nahebringen. Auftrag ist es, Forscher, Neugierige und Interessierte zur Mitarbeit an der nie endenden Darstellung geschichtlicher Abläufe und Verflechtungen anzuregen.

Forscher und Neugierige willkommen

Das Kreisarchiv sammelt die für Geschichte und Gegenwart des Landkreises bedeutsamen Dokumentationsunterlagen und unterhält eine große Präsenzbibliothek zur Kreisgeschichte im Umfang von mehr als 13.000 Bänden. Wer immer ein Ortsjubiläum und Ausstellung vorbereitet, Heimatforschung betreibt oder eine Hausarbeit oder Dissertation zur Geschichte des Landkreises schreibt, wird hier fündig werden. Das Kreisarchiv steht nach Maßgabe der Archivordnung allen offen, die Näheres zur Geschichte ihrer Heimat wissen wollen. Im Rahmen der Erforschung der Geschichte und der historischen Bildungsarbeit kooperiert es mit anderen Forschungseinrichtungen, Archiven, Volkshochschulen, historischen Vereinen oder kulturellen Institutionen. Es darf jeder das im Benutzerraum des Kreisarchivs Bücher zur Geschichte des Landkreises, seiner Städte und Gemeinden studieren oder alte Akten und andere Unterlagen in den Lesesaal bestellen und auswerten. Persönliche Betreuung erwartet den, der sich rechtzeitig anmeldet. Geschichtsabenteuer und Erkenntnisgewinn garantiert.

Quellen zur Kreisgeschichte

Die Geschichte hat es mit sich gebracht, dass viele den Landkreis betreffende Archivalien sich auch in anderen Archiven befinden. Umfangreiche Bestände lagern im Fürstlich-fürstenbergischen Archiv in Donaueschingen, im Staatsarchiv Freiburg oder im Generallandesarchiv Karlsruhe oder auch in benachbarten Kreis-, Stadt- und Gemeindearchiven. Die einstige Präsenz der Habsburger ist in Innsbruck, Wien oder auch im italienischen Modena zu finden. Die Kriegszeit 1939-1945 hat größere Spuren in den Archiven der Nachbarländer oder im Archiv des IST in Arolsen hinterlassen. Nachkriegsgeschichte dokumentieren auch die „Archives de l´Occupation“ des französischen Außenministeriums in Paris oder die UNO-Archive in New York. Diese Aufzählung ist ganz gewiss nicht abschließend.

Was wird aufbewahrt

Insgesamt betreut das Kreisarchiv das mehr als zwei Kilometer umfassende historische Vermächtnis der heutigen Landkreisverwaltung und einen Teil der Vorgängerbehörden bis zurück zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Außerdem auch Nachlässe und Sammlungen von Personen, Firmen und Institutionen mit Bezug zur Kreisgeschichte, zur überregionalen und deutschen Geschichte. Die verwahrten und weitgehend erschlossenen rund 80.000 Unterlagen vermitteln Kreisgeschichte der Jahre 1900 bis heute. Wobei sich vor allem ein Bild zur sozialen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der ehemaligen Bezirksämter und späteren Landkreise Donaueschingen und Villingen - Vorgänger des heutigen Schwarzwald-Baar-Kreises - gewinnen lässt. Auch wer über 30 Jahre alte Bauakten sucht ist hier richtig. Ein besonders großer Archivteil erzählt von der baulichen Veränderung der Städte und Dörfer. Nahezu 40.000 Akten des Bauarchivs sind auch für Bauherren eine Fundgrube, wenn Pläne oder Details des ursprünglichen Gebäudes gesucht werden.

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