Netzwerktreffen Frühe Hilfen

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Carina Haag und Ramona Götz, Koordinatorinnen der Frühen Hilfen in Villingen-Schwenningen und im Schwarzwald-Baar-Kreis luden am 18.04.2018 zum Netzwerktreffen Frühe Hilfen ins Landratsamt in Villingen ein. Rund 30 Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, dem Gesundheitswesen, der Schwangerschaftsberatung und der Frühförderung folgten der Einladung, um sich über Angebote für schwangere Frauen und werdende Väter, sowie Eltern von Kindern bis drei Jahren zu informieren und sich gegenseitig zu vernetzen.

Zunächst berichteten die beiden Koordinatorinnen über den aktuellen Entwicklungsstand der Frühen Hilfen vor Ort, wie über die neue Kooperation mit dem Gesundheitsamt des Kreises. Die Frühen Hilfen sind nun Teil des Gesundheitsnetzwerks, welches unter anderem aus Vertretern der Krankenkassen, der Ärzteschaft und der Kliniken besteht. »Die Teilnahme bedeutet einen enormen Mehrwert für die Frühen Hilfen, da so die Kinder- und Jugendhilfe noch intensiver mit dem Gesundheitswesen vernetzt werden kann«, berichtete Ramona Götz. Ein gemeinsamer Fachtag zum Thema 'Psychische Gesundheit in der Peripartalzeit (Schwangerschaft, Geburt und die ersten Monate)' sei im Herbst geplant.

Das Angebot der Frühen Hilfen im Schwarzwald-Baar Klinikum 'GiF-Gemeinsam ins Familienleben', welches Familien Beratungsgespräche zu verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten anbietet, werde sehr gut angenommen, so Götz weiter. Die Vernetzung zu den einzelnen Institutionen, vor allem zu den Beratungsstellen von ProFamilia, Diakonie und Caritas laufe problemlos und auch die Zusammenarbeit mit den Hebammen, Familienhebammen und Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen sei lobenswert.

Anschließend stellen auch Petra Rist, Leiterin der interdisziplinären Frühförderstelle Villingen (iFF), sowie Anna Mut und Verena Müller-Möck von Frauen helfen Frauen Schwarzwald Baar e.V., als auch Margit Schlau, Hebamme im Schwarzwald-Baar Klinikum, ihr Angebot beim Netzwerk Frühe Hilfen vor. Petra Rist bietet sogenannte Komplexleistungen, das sind Leistungen, die heilpädagogische und medizinisch-therapeutische Anteile unter einem Dach vereinen, an. Die Beraterinnen von Frauen helfen Frauen sind für die Anliegen von jungen Mädchen und Frauen da und Margit Schlau bietet eine Hebammensprechstunde im Schwarzwald-Baar Klinikum an.

Die Fachkräfte der verschiedenen Institutionen beantworten in ihrer Arbeit viele Fragen rund um die Entwicklung und Förderung von Kindern sowie die Aneignung von Erziehungskompetenzen. Sie beraten und helfen beim Aufbau einer Tagesstruktur, vermitteln und begleiten zu Arztpraxen und Ämtern oder unterstützen bei der Wohnungssuche. Die Suche nach einer geeigneten Wohnung stellt derzeit einen großen Schwerpunkt in der Arbeit dar – das konnten alle Netzwerk-Teilnehmer bestätigen. »Vor allem in der Schwangerschaft und in der ersten Zeit nach der Geburt brauchen Familien ein sicheres Umfeld, einen sicheren Rückzugsort«, sind sich Carina Haag und Ramona Götz einig. Die ProKids-Teenie-Mütter-WG im Stadtbezirk Schwenningen, welche Schwangeren und Müttern mit Kindern in Notsituationen eine sichere Unterkunft bietet, ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Carina Haag berichtete, dass die Wohngemeinschaft für Mütter in Notsituationen momentan voll belegt sei. »Die Fallzahlen der Frühen Hilfen sind im letzten Jahr um das Doppelte anstiegen, von 66 Fällen 2016 auf 121 Fälle in 2017. Und es ist damit zur rechnen, dass diese noch weiter steigen«, so Haag. Aus diesem Grund wurde der Fachkräfte-Pool erweitert, so dass nun insgesamt sieben Familienhebammen und sieben Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen für Villingen-Schwenningen und den Schwarzwald-Baar-Kreis im Einsatz sind.

Die Fachkräfte aus den verschiedenen Bereichen sind Teil des Netzwerks Frühe Hilfen. Durch die gute Kooperation zwischen den einzelnen Personen und Institutionen kann schwangeren Frauen, werdenden Vätern, sowie Eltern von Kindern bis drei Jahren passgenaue und frühzeitige Unterstützung angeboten werden.

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