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Tierhaltung und Tierzucht

Vorderwälder
Vorderwälder

Nur gesunde und leistungsfähige Nutztiere sollen Nachwuchs erhalten, so das Ziel. Das Sachgebiet Tierzucht prüft daher alle Kühe und Bullen der Rassen Hinterwälder Rind und Vorderwälder Rind in ganz Baden-Württemberg. Das Sachgebiet ist zuständig für die Überwachung der Milchleistungsprüfung und der Abstammungssicherung. Es ist im züchterischen Bereich zuständig für die Ausübung des Zuchtprogrammes der beiden Wälderrassen Hinter- und Vorderwälder.


Überwachung der Milchleistungsprüfung

Die Milchleistungsprüfung ist wichtiger Bestandteil der betrieblichen Analyse. Sie ist eine wichtige Datengrundlage für die Zuchtwertschätzung für alle Rassen. Damit Fehler erkannt und korrigiert werden können, arbeitet das Landwirtschaftsamt Fehlerlisten ab und ordnet Herdennachkontrollen an. Dazu zählt auch die Sichtung der Deck- und Besamungsscheine.

Bullenprüfstation Göschweiler

Dort werden etwa 45 Vorderwälderbullenkälber pro Jahr zur Fleischleistungsprüfung aufgestallt. Die Auswahl erfolgt durch das Landwirtschaftsamt. Deck- und Testbullen entstammen in der Regel von den Stationsbullen. Das Landwirtschatsamt betreut die Station und verarbeitet die Daten.

Gezielte Anpaarung, Bullenmütterselektion

Zentrales Instrument für die Weiterentwicklung von Tierrassen ist die gezielte Anpaarung von Bullenvätern an Bullenmütter, die in einer eigenen Datei geführt werden. Die Neuaufnahme von jungen Bullenmüttern und die Überprüfung der Qualitäten der alten Bullenmütter erfordert eine ständige Präsenz auf den Zuchtbetrieben.

Körung und Auswahl von Testbullen

Damit nur die besten Rinder Nachwuchs bekommen, werden sie beurteilt. Das nennt man Körung. Sechs Großviehmärkte für Vorderwälder in Donaueschingen und zwei für Hinterwälder in Schönau werden mit Zuchtbullen beschickt. Dort werden sie gekört und gereiht und den Betrieben mit Natursprung in einer Versteigerung angeboten. Bei den Vorderwäldern werden sechs Bullen in den Testeinsatz geschickt. Bei Vorderwäldern werden 50 Prozent der weiblichen Tiere besamt, bei den Hinterwäldern nur 15 Prozent.

FAKT-Förderung gefährdete Rinderrassen

Vorder- und Hinterwälderkühe und -bullen werden als gefährdete Rinderrassen gefördert. Dazu müssen die herdbuchmäßig niedrigsten Kühe bewertet sein und die Bullen gekört, was Aufgabe des Landwirtschaftsamtes ist. Ebenso ist das Amt bei Ungereimtheiten jeglicher Art in diesem Bereich Ansprechpartner für die Verwaltungsgruppen der Landwirtschaftsämter.

Zuchtberatung, Züchterversammlungen, Rasseausschusssitzungen, Schauen

Wir sind Ansprechpartner für viele Fragestellungen der Wälderzüchter: Welcher Bulle passt linienmäßig zur Herde? Welcher Besamungsbulle kann für Rinder verwendet werden? Reicht der Körindex des Bullen für eine Körung aus? Ist die Qualität der Rinder gut für eine Aufzucht? Vier Vorderwälder- und eine Hinterwälderzüchterversammlung werden jährlich zu Jahresbeginn abgehalten. Das Interesse ist groß. Inhalte sind Darstellung der Leistungsentwicklungen, Vorstellen der Test- und Besamungsbullen, Eingehen auf die Besonderheiten der Rassen.

In ein bis zwei Rasseausschusssitzungen je Rasse und Jahr werden für die Rasse wichtige Beschlüsse gefasst. Zum Beispiel, welche Bullen in die Besamung kommen und welche nicht. Schauen sind das Aushängeschild der Rassen. Hinterwälder haben alle drei Jahre eine Verbandsschau, Vorderwälder alle fünf. Die Vorderwälder haben dazwischen einige Regionalschauen. Diese werden mit staatlichen Preisen gefördert. Dabei sind wir in die Vor- und Nachbereitung eingebunden.