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14.01.2020

Wohngeld: Entlastung für mehr Haushalte

Haushalte mit geringem Einkommen können seit Jahresbeginn mehr finanzielle Unterstützung erhalten. Seit dem 1. Januar wurde der Zuschuss zu den Wohnkosten für Bürger erhöht. Dadurch werden einkommensschwache Haushalte entlastet.

In den vergangenen Jahren sind die Wohnkosten und Verbraucherpreise deutlich gestiegen. Dadurch nahm die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes mit der Zeit ab. Durch die Gesetzesänderung soll das Wohngeld wieder gestärkt werden. Beispielsweise wird ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt, der bisher schon Wohngeld bekommen hat, künftig statt 145 Euro rund 190 Euro monatlich erhalten. Dies entspricht einer Steigerung von rund 30 Prozent.

Gleichzeitig wird die Reichweite des Wohngeldes erhöht und der Kreis der Berechtigten erweitert. Vor allem Familien und Rentner mit geringem Einkommen werden davon profitieren. Neben der Anpassung der Wohngeldhöhe werden auch die Miethöchstbeträge angehoben und eine neue Mietenstufe VII für Haushalte in Kommunen mit besonders hohem Mietenniveau eingeführt.

Schließlich unterliegt das Wohngeld künftig einer Dynamisierung. Dadurch wird es automatisch, also ohne dass eine gesetzliche Änderung erforderlich ist, alle zwei Jahre an die eingetretene Entwicklung der Mietpreise und der allgemeinen Lebenshaltungskosten angepasst.

Das Wohngeld wird als Mietzuschuss oder als Lastenzuschuss für selbstnutzende Eigentümer geleistet. Die Höhe des Wohngeldes richtet sich nach Haushaltsgröße, Einkommen und Miete beziehungsweise Belastung. Zuständig für die Prüfung sind, je nach Wohnort, die Großen Kreisstädte oder das Landratsamt. Für die Einwohner der Stadt Villingen-Schwenningen und Donaueschingen sind die Stadtverwaltungen zuständig. Für die Einwohner der Kreisgemeinden ist das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis zuständig. Weitere Infos zur Antragsstellung beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis, Telefon: 07721/913-7253.