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14.09.2018

Wasserstände der Gewässer im Schwarzwald-Baar-Kreis bleiben niedrig

Landratsamt hält am Verbot für Wasserentnahmen aus den oberirdischen Gewässern im Kreisgebiet bis zum 31. Oktober fest

Bereits seit dem 9. August ist es im Schwarzwald-Baar-Kreis nicht gestattet auf jegliche Art und Weise Wasser zur Beregnung und Bewässerung aus oberirdischen Gewässern im gesamten Landkreis zu entnehmen. Davon ausgenommen sind Wasserentnahmen aus der Donau. Das Landratsamt hat dieses Verbot nun erneut verlängert und zwar bis zum 31. Oktober.

Die Niederschläge der vergangenen Wochen haben noch nicht dazu geführt, dass sich bei den Wasserständen und Abflüssen in den oberirdischen Gewässern im Schwarzwald-Baar-Kreis eine deutliche Verbesserung eingestellt hat. So ist beispielsweise am Breg-Pegel in Donaueschingen-Allmendshofen der Wasserstand im Vergleich zum bisher schon geringen Wert von Ende August nochmals gesunken. Er nähert sich weiterhin dem niedrigsten, je gemessenen Wert im Zeitraum zwischen den Jahren 1981 bis 2010. Betrachtet man die aktuellen Abflusswerte an einigen bekannten Messstellen im Kreisgebiet, sind auch diese nach wie vor gering. Im Bereich des Breg-Pegels in Donaueschingen-Allmendshofen liegt der Wasserabfluss derzeit bei zirka 50 Liter pro Sekunde und damit sogar schon unter dem je bisher gemessenen Wert seit dem Jahr 1981.

Das Landratsamt geht aufgrund der Wetterprognosen für die kommenden Wochen davon aus, dass die extreme Niedrigwassersituation in den oberirdischen Gewässern im Kreisgebiet anhalten wird. Die vergangenen und auch für die kommende Zeit vorausgesagten Niederschläge fielen bzw. fallen noch nicht sehr ergiebig aus und werden vermutlich größtenteils zunächst vom Boden aufgenommen und kaum den Gewässern zugeführt. Der zuletzt, nahezu entleerte Bodenwasserspeicher hat sich bisher noch nicht erholen können. Es wird noch einige Zeit dauern, bis dieser sozusagen wieder aufgefüllt ist. Auch Versickerungen des Wassers im Gewässerbett, wie es beispielsweise in der Breg bei Hüfingen der Fall ist, beeinflussen den Wasserstand und können dazu beitragen, dass dieser trotz vorhandener Niederschläge, nicht schnell auf ein möglichst normales Maß ansteigt.

Das Landratsamt hält es daher zum Schutz der Gewässerlebensräume für erforderlich, die Einschränkung des Gemeingebrauchs bis Ende Oktober aufrecht zu erhalten und hat das bereits mit Allgemeinverfügung vom 8. August 2018 ergangene Verbot jeglicher Art und Weise von Wasserentnahmen aus oberirdischen Gewässern zum Zwecke der Beregnung und Bewässerung bis zum 31. Oktober verlängert. Davon ausgenommen bleiben nach wie vor Wasserentnahmen aus der Donau.