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12.01.2021

Unterwegs im Winterwald: Tier- und Pflanzenwelt schützen und auf Wegen bleiben! - Zudem: Akute Schnee- und Eisbruchgefahr!

Die derzeitige Wetterlage treibt Winterbegeisterte raus in den Schnee. Ob Spaziergang, Schneeschuhlaufen oder mit den Langlaufskiern auf der Loipe: Viele Menschen suchen derzeit im Wald Abwechslung. „Wir freuen uns, dass es die Menschen nach draußen zieht und in den Wald. Denn der Wald ist auch für die Erholung da“, so Frieder Dinkelaker, Forstamtsleiter im Schwarzwald-Baar-Kreis. Dennoch tauchen vermehrt Spuren im Wald auf, die kein Wildtier hinterlässt und die zu Sorge bei den Försterinnen und Förstern führen.

Vermehrt werden die Wege verlassen und Wanderungen quer durch den Winterwald gemacht. Unsichtbar unter dem Schnee auf vermeintlichen Freiflächen im Wald, sitzen oft die im Herbst gepflanzten Forstpflanzen, die leicht umgedrückt und somit zerstört werden können. Spaziergänger auf den Wanderwegen gelten für die Wildtiere tagsüber als kalkulierbar und wenig störend. Führen die Ausflüge aber mitten durch die dichten Waldbestände gehen diese zwangsläufig durch die Wildruhezonen, die die Tiere aktuell dringend benötigen. Werden Wildtiere im Winter zu energieraubenden Aktionen wie etwa zur Flucht im Tiefschnee gezwungen, verbrauchen sie zu viel Energie. Das schwächt Reh, Fuchs und Hase enorm und kann bis zum Erschöpfungstod führen.

Die Försterinnen und Förster weisen darauf hin, dass durch die aktuell großen Schneemengen akute Schnee- und Eisbruchgefahr besteht. Das gilt sowohl für die Waldbestände, als auch für die Wanderwege. Der Schnee lastet auf den Baumkronen und führt dazu, dass Äste oder ganze Kronen bei zu hoher Last unvermittelt abbrechen und zu Boden stürzen. Das Forstamt weist ausdrücklich darauf hin, dass keine Haftungsansprüche gegenüber Forst oder Gemeinden besteht. Das Betreten des Waldes erfolgt für jede und jeden auf eigenes Risiko. Mit waldtypischen Gefahren wie herabfallenden Ast- oder sogar Kronenteile müssen Waldbesuchende rechnen. Eine Risikoabwägung erfolgt durch den Erholungssuchenden selbst.

„Jeder Waldbesuchende ist willkommen. Damit unser Wild aber nicht auch zur Risikogruppe wird, erwarten wir auch von jedem Respekt gegenüber Wald und Wild. Deshalb die Bitte: Bleiben Sie auf den Waldwegen“, fasst Dinkelaker sein Anliegen zusammen. Weitere Infos zum Thema unter: www.bewusstwild.de.