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22.06.2022

Naturschutzgroßprojekt Baar: Info- und Erlebnistag am 2. Juli - »Treffpunkt Natur«

Zu einem vielfältigen Info- und Erlebnistag rund um Nachhaltigkeit, Naturschutz und Landwirtschaft laden am Samstag, 2. Juli das Naturschutzgroßprojekt Baar (NGP Baar) und die Gemeinde Königsfeld in den Kurpark des Ortes ein. Anlass für die Veranstaltung sind der 5. NGP-Tag sowie das Jubiläum „25 Jahre NABU-Naturwaldgemeinde Königsfeld“.

Unter dem Stichwort „Treffpunkt Natur“ haben rund 20 Akteure Infos zu topaktuellen Themen im Gepäck sowie viele Mitmachangebote für Jung und Alt. Mit von der Partie sind zum Beispiel der NABU, der Naturpark Südschwarzwald, das Forstamt, der Bauernverband BLHV und der Landesschafzuchtverband, die Bodensee-Stiftung, das Bauerngarten- und Wildkräuterland und Waldmobil der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Während die Erwachsenen mit Experten über Klimawandel, steigende Nahrungsmittelpreise, Mikroplastik, Wölfe, Bodenerosion, Naturwälder oder solidarische Landwirtschaft fachsimpeln können, hat der Nachwuchs an den Ständen die Gelegenheit, eifrig zu forschen, kochen, basteln oder rätseln. Kinder können Fuchsmasken gestalten, Flohkrebse entdecken, Wasserstrudel erzeugen, um die Wette sägen, Tierstimmen aus einer Geräuschebox erraten, Samenbomben matschen, bei der Naturpark Kochschule saisonale Leckereien herstellen oder sich darin üben, Wolle zu spinnen.

Wer sich detaillierter für das NGP Baar und das Thema Naturwaldgemeinde interessiert, ist zu Vorträgen eingeladen. Vormittags stellt das NGP Baar seine Umsetzungserfolge im Arten- und Biotopschutz vor. Nachmittags erläutert im Rahmen der Feierlichkeiten „25 Jahre Naturwaldgemeinde Königsfeld“ der NABU wie „Naturschutz im Wald ganz praktisch“ aussieht.

Führungen in Wälder, Moore und Biotope nahe Königsfeld zeigen, was Naturwald und Biotoppflege bedeutet. Zum Thema Naturwald werden verschiedene Führungen angeboten: Samstag, 2. Juli um 6 Uhr (Königsfeld: Treffpunkt Parkplatz Gaienbühl, oberhalb des Naturkindergartens Zauberwald) und um 19 Uhr (Mönchweiler: Treffpunkt Firma Krachenfels, am Fohrenwald 4). Am Sonntag, 3. Juli um 8 Uhr (Königsfeld: Treffpunkt Parkplatz Solara) und 19 Uhr (Mönchweiler: Treffpunkt Firma Krachenfels, Am Fohrenwald 4). Exkursionen rund um die Maßnahmen des NGP Baar finden am Samstag, 2. Juli jeweils um 13, 14 und 15 Uhr statt (Treffpunkt und Anmeldung am Infostand des NGP Baar).

Für Kulinarisches sorgen der Foodtruck „Wilde Sau“ mit Wildschwein aus dem Smoker, die Landfrauen bieten Crêpes und Käsehäppchen, geöffnet ist das Parkcafé Stern.

Der Info- und Erlebnistag „Treffpunkt Natur“ findet von 11 bis 17 Uhr im Kurpark sowie im Haus des Gastes von Königsfeld statt. Der Eintritt und die Führungen sind frei. Weitere Infos unter www.ngp-baar.de.

Hintergrundinformationen zum Naturschutzgroßprojekt Baar:

  • Als Naturschutzgroßprojekte (NGP) werden seit 1979 national bedeutsame und repräsentative Naturräume vom Bund gefördert. Seit März 2013 werden Teile der Baar und der Baaralb, aufgrund ihrer gesamtstaatlichen und internationalen Bedeutung für den Naturschutz, als „Naturschutzgroßprojekt Baar“ durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und des Landes Baden-Württemberg gefördert. Ziel des NGP Baar ist es zum einen, die Wald-, Trocken- und Feuchtlebensräume für den Arten- und Biotopschutz sowie den regionalen und internationalen Biotopverbund zu sichern. Zum anderen wird aber auch die qualitative und quantitative Verbesserung von bedeutsamen Lebensräumen angestrebt. Damit leistet das Naturschutzgroßprojekt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Biodiversität, also der biologischen Vielfalt.

  • Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist Träger des Naturschutzgroßprojektes Baar. Daneben sind der Landkreis Tuttlingen und die folgenden zehn Kommunen beteiligt: Bad Dürrheim, Blumberg, Bräunlingen, Brigachtal, Donaueschingen, Geisingen, Hüfingen, Königsfeld, Mönchweiler und Villingen-Schwenningen. Die Gesamtfläche der Fördergebiete von 4.289 Hektar gliedert sich in 17 Teilflächen.