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07.11.2018

Landrat Sven Hinterseh stellt Almanach 2019 vor - Neues Schwarzwald-Baar Jahrbuch in 43. Auflage erschienen

Es ist bereits die 43. Auflage des Schwarzwald-Baar Jahrbuchs – der Almanach. Jetzt wurde der neue Almanach 2019 im Rahmen einer Buchvorstellung im Landratsamt präsentiert. Landrat Sven Hinterseh und Wilfried Dold vom dold.verlag moderierten einen abwechslungsreichen Abend, der Einblicke in die neue Ausgabe mit ihrem Schwerpunktthema „Leben im Denkmal“ bot. Über vier Jahrzehnte berichtet der Almanach bereits über die vielen Schätze ganz unterschiedlicher Natur im Quellenland Schwarzwald-Baar-Kreis.

Landrat Sven Hinterseh freute sich über die zahlreichen Besucherinnen und Besucher der Vorstellung des Schwarzwald-Baar Jahrbuchs. Autoren, Fotografen, Freunde und Förderer des Almanach sowie Kreisräte erlebten einen Streifzug durch den Almanach 2019. Den Auftakt dazu machte die Betriebskapelle des Landratsamtes „Die Quellenländer“, die selbst ebenfalls im „Almanach“ porträtiert wird. Sie spielten zum neu komponierten Quellenlandmarsch auf und sorgten so für zünftige Stimmung.

Michael Koch, Autor des Almanach-Beitrags „Sturmtief Burglind“ erzählte vom Hochwasser zum Jahresbeginn, welches dank des Rückhaltebeckens in Wolterdingen glimpflich ablief.

In einer Talkrunde zum Schwerpunktthema „Leben im Denkmal“ erfuhren die Gäste durch Wilfried Dold, weshalb sich die Almanach-Redaktion dazu entschieden hatte, dieses Thema als Sonderthema auszuwählen. Waltraud Schwer erzählte wie es ist, in einer ehemaligen Uhrenfabrik in Schonach zu leben und dort ihre Konditorei Kirsch zu betreiben. Opernsänger Claus Gerstmann, der den Abend auch musikalisch umrahmte, berichtete, wie er in Hondingen aus einem unter Denkmalschutz stehenden, abbruchreifen Fachwerkhaus sein Schmuckstück geschaffen hat. Und Ilse-Doris Papst gab Einblicke, wie das Hotel Federwerk in einer früheren Uhrenfabrik in St. Georgen entwickelt wurde.

Zudem kamen an diesem Abend zwei Persönlichkeiten aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis zu Wort, die im Almanach 2019 porträtiert werden. Kim Klausmann erzählte von ihrer Arbeit als Fotomodell insbesondere als angesagte Trachtenfrau mit Heimat Furtwangen. Klaus Richter berichtete aus seinem Leben, welches viele Rollen bereit hält wie beispielsweise Bergsteiger, Weltreisender, Stadtführer oder Schauspieler, immer mit den Wurzeln in VS-Villingen.

Die 43. Auflage des Almanach bietet erneut einen vielfältigen Blick auf das Leben und die Geschehnisse im Schwarzwald-Baar-Kreis. Das 320-seitige Jahrbuch porträtiert den Lebensraum im Schwarzwald-Baar-Kreis mit seinen Einwohnerinnen und Einwohnern, Städten und Gemeinden und wirft einen Blick sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft.

Das Schwarzwald-Baar Jahrbuch ist das gemeinsame Werk mehrerer dutzend Autoren, Fotografen und der Redaktion. Das Redaktionsteam setzt sich aus Landrat Sven Hinterseh, dem Redakteur Wilfried Dold, der Leiterin des Kulturamtes Hüfingen Susanne Bucher, der Stadtmarketingleiterin der Stadt St. Georgen, Andrea Lauble, der Referentin des Landrats Kristina Diffring, der Pressesprecherin des Landratsamtes Heike Frank und dem Kreisarchivar Clemens Joos zusammen.

Die unterhaltsame Mischung aus aktuellen Themen und Beiträgen zu historischen Ereignissen soll dazu anregen, den lebendigen und vielfältig interessanten Schwarzwald-Baar-Kreis immer wieder neu zu entdecken.

Das Schwarzwald-Baar Jahrbuch – Almanach 2019 ist zum Preis von 16,50 Euro im Buchhandel, im Landratsamt sowie direkt beim dold.verlag erhältlich.

RECHERCHE-INFO:
Der Almanach ist zudem digital recherchierbar. Auf der Homepage www.almanach-sbk.de gibt es einen Einblick ins Archiv des Jahrbuchs. Um den Abverkauf der aktuellen Ausgaben nicht zu beeinträchtigen, sind die jeweils fünf letzten Bände des Almanach davon ausgenommen. Diese Suchfunktion ist eine herausragende Quelle für jeden, der zu regionalen Themen tiefer gehende Informationen sucht. Somit ist der Almanach für jedermann zugänglich.

ZUM INHALT:
Der Vorspann zur 43. Almanach-Ausgabe ist dem Vater des Schwarzwald-Baar Jahrbuches gewidmet: Dr. Rainer Gutknecht. Am 13. März 2018 ist der erste Landrat des Schwarzwald-Baar-Kreises und Vater des Almanach im Alter von 86 Jahren verstorben.

Das erste Kapitel „Aus dem Kreisgeschehen“ gibt einen Einblick in verschiedene kreispolitische Themen. So berichtet Landrat Sven Hinterseh über den offiziellen Kreisbesuch des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, über das TOP-Thema unserer Zeit „Digitalisierung“ sowie den Baustart der Höllentalbahn Ost, welche Bestandteil des Projektes Breisgau-S-Bahn 2020 ist. Weitere Themen sind unter anderen das grenzüberschreitende Projekt „Demografie-Netzwerk“ und das Modellprojekt zum Ärztemangel im Ländlichen Raum.

Der Autor Michael Koch, Leiter des Amtes für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz im Landratsamt führt in seinem Beitrag aus, wie glimpflich das Hochwasser, welches durch das Sturmtief „Burglind“ zum Jahresbeginn hervorrief, abgelaufen ist. Das Hochwasserrückhaltebecken in Wolterdingen hatte dazu beigetragen, dass sich das Hochwasser plangemäß staute.

„Leben im Denkmal“ heißt das Schwerpunktthema des Schwarzwald-Baar Jahrbuches 2019. Wie lebt es sich in einem Denkmal oder historischem Gebäude? Nur mit wenig Annehmlichkeiten unserer modernen Zeit darf der Mieter des Posten 61 rechnen, eines Bahnwärterhäuschens an der Schwarzwaldbahn bei Gremmelsbach. Wer das schmalste Haus von Villingen bezieht, wohnt auf gerade mal 2,80 Meter Breite und 21 Meter Länge und lebt somit wie Patrick Weigert und Hubertus Hofmaier „auf kleinem Fuß“. Familie Schwer erwarb die frühere Uhrenfabrik Kuner in Schonach und bewohnt mit dem einstigen Fabriksaal das wohl mit größte Wohnzimmer im Landkreis. In einer früheren Uhrenfabrik übernachten jetzt auch die Gäste des Hotels „Federwerk“ in St. Georgen. Die Familie Sauser lebt „kaiserlich komfortabel“ an einem Ort, an dem einst Kaiser Maximilian jagte: in der Entenburg in Pfohren. Den Lebensabend verbringen, wo die Familie seit Jahrhunderten zu Hause war, mit einem Storchennest auf dem Dach, das erlebt das Ehepaar Hall in ihrem Haus mit Baaremer Giebel in Aasen. Und eine sprichwörtliche Ruine, ein Fachwerkhaus in Hondingen, verwandelte Opernsänger Claus Gerstmann in ein Schmuckstück.

Im Kapitel „Wirtschaft“ erfährt der Leser mehr über das Schwenninger Unternehmen Hechinger, welches überwiegend elektromechanische Produkte für die Automobilzulieferbranche produziert. Zudem wird über die Firma SCHUNK Electronic Solutions berichtet, welche Maßstäbe in der Hochleistungsautomation setzt. Die Nutzentrennmaschinen aus St. Georgen-Peterzell werden rund um den Globus bei der Produktion von Leiterplatten für elektronische Geräte eingesetzt. Weiter wird die Firma Scherzinger aus Furtwangen vorgestellt, welche hochwertige Pumpen herstellt, die in den unterschiedlichsten Branchen gebraucht werden. Die HAKOS GmbH aus Villingen-Schwenningen legt seit über 100 Jahren größten Wert auf Präzision. Geschäftsführerin Birgit Hakenjos-Boyd ist zudem seit April 2018 Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Auch in der Ausgabe 2019 greift das Schwarzwald-Baar Jahrbuch das Kapitel „Da leben wir – Daheim im Schwarzwald und auf der Baar“ auf. Auf die Frage, was und wo Heimat ist, folgt nicht selten mehr als eine Antwort. Eines aber gilt für alle Frauen und Männer, die im Rahmen dieser Porträtserie vorgestellt werden: Sie fühlen sich im Schwarzwald-Baar-Kreis daheim. Wie zum Beispiel Klaus Richter, der sich in so vielen Rollen wohl fühlt wie beispielsweise als Bergsteiger, Weltreisender, Stadtführer, Schauspieler oder als Geschäftsführer. Oder wie Clemens Scherzinger, der in Vöhrenbach das „Scherzinger-Lädele“, als Inhaber eines der letzten kleinen Lebensmittelgeschäfte im Schwarzwald-Baar-Kreis betreibt. Weitere Personen sind: Lisa Wolber, die seit ein paar Monaten frisch gebackene Bürgermeisterin von Gütenbach ist, Kim Klausmann, die in Furtwangen zu Hause ist und durch das Schwarzwald-Label „Artwood“ zur derzeit wohl angesagtesten Trachtenfrau Deutschlands wurde sowie Susanne Seidel-Buri und Jörg Seidel, die sich mit einem alten Zirkuswagen auf das Abenteuer „Villa Schmiedledick“ machten und auf ihren Reisen unzählige Menschen kennen lernten. Und Isabella Schulz, die mit ihrer Manufaktur Seinerzeit-Sinneseindruck in Pfaffenweiler seit zehn Jahren erfolgreich Naturseifen herstellt.

Das fünfte Kapitel widmet sich dem Thema Geschichte. Zur Geschichte der Natursteine aus Schwarzwald und Baar führt Autor Martin Fetscher aus. Granit, Muschelkalk und Quarzporphyr – dass diese und andere schöne Natursteine im Landkreis vorkommen und über Jahrhunderte hinweg abgebaut wurden, ist teils wenig bekannt. Viele Steinbrüche sind längst verschwunden, doch in älteren Bauwerken sind die mehr oder weniger vor Ort gebrochenen und bearbeiteten Bausteine bis in die Gegenwart hinein oft gut sichtbar. Autor Josef Vogt führt dazu aus, wie nach 100 Jahren Erster Weltkrieg in Brigachtal an die Gefallenen des Krieges eine Gedenkaktion umgesetzt wurde. Ein spannendes Kapitel der Kultur- und Wirtschaftsgeschichte wird mit dem Beitrag von Klaus Peter Karger mit 100 Jahre Kinogeschichte in Villingen und Schwenningen aufgegriffen.

Ein gesondertes Kapitel erhielt die Wald- und Jagdgeschichte in diesem Almanach. Wolf Hockenjos berichtet über den Unterhölzer Wald und begibt sich dabei auf einen jagdgeschichtlichen Waldspaziergang. In einem weiteren Beitrag gibt er Impressionen und Emotionen zu den Fürstenbergischen Jagden wider. Zudem geht er der Frage nach, ob sich das Aussterben des Auerhuhns noch aufhalten lässt. Auf eine Spurensuche zu den Jagden im Raum St. Georgen begeben sich die Autoren Wolfgang Göbel und Clemens Joos.

Weiter befasst sich das Kapitel „Natur und Umwelt“ mit der Solidarischen Landwirtschaft Baarfood e. V. und einer der romantischsten Schluchten „Teich“. Auf die unendliche Freiheit von Farbe, Malerei und Raum wird im Kapitel „Kunst und Kultur“ im Porträt über Emil Kiess eingegangen.

Das Kapitel „Gastlichkeit“ stellt dem Leser „die Säge“ in Niedereschach-Kappel vor, deren Haus komplett ab- und wieder neu aufgebaut wurde, um einen Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens zu schaffen. Zudem wird das Selbstbedienungsrestaurant „Paletti“ in Villingen porträtiert, ein beliebter Treffpunkt für alle, die gesunde und frisch gekochte Speisen und ein stilvolles Ambiente schätzen.

Im Kapitel „Freizeit“ wird auf das römische Hüfingen eingegangen. Vor fast 2.000 Jahren besiedelten Römer und Alemannen das Gelände an der Breg, wo sich heute noch die Badruine befindet. Weiter wird über einen Schwarzwaldhof zwischen Tradition und Moderne berichtet – den Hilserhof in Triberg-Gremmelsbach.

Das Kapitel „Musik“ widmet sich zum einen der Betriebskapelle des Landratsamtes, den „Quellenländern“, die nun sogar mit einem neu komponierten Quellenland-Marsch aufspielen. Zum anderen wird über die Band „Imperium Dekadenz“ berichtet, die mit Musik von der Baar die Black-Metal-Szene erobert.

Im Almanach-Magazin finden sich wieder ausgewählte Kurzmeldungen und statistische Anhänge. Einmal mehr ist der Almanach reich bebildert – die an die 300 hochwertigen Fotografien vermitteln ein lebendiges Bild des Quellenlandes Schwarzwald-Baar-Kreis. Das Titelbild zeigt die Furtwanger Tracht mit Kim Klausmann als Fotomodell, aufgenommen durch Wilfried Dold.