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18.10.2021

Landkreis investiert in neue Küche und Mensa im Internat der Landesberufsschule

Die Landesberufsschule für das Hotel- und Gaststättengewerbe war schon immer eine Einrichtung, auf die der Schwarzwald-Baar-Kreis besonders stolz ist. Jetzt konnte der neue Küchen- und Mensabereich des Internats der Landesberufsschule durch Landrat Sven Hinterseh eingeweiht werden. Der Landkreis investierte bei dieser Maßnahme rund 4 Millionen Euro. „Diese Investition kommt den Auszubildenden zu Gute, die aus ganz Baden-Württemberg in unsere Landesberufsschule kommen“, hob Landrat Sven Hinterseh hervor. „Mit der Modernisierung des Küchen- und Aufenthaltsbereich des Internats wird unsere Hotelfachschule noch attraktiver“, so Landrat Sven Hinterseh.

Das moderne Internat der Landesberufsschule hat rund 600 Plätze. Hier können die angereisten Schülerinnen und Schüler während des Blockunterrichts wohnen.

Die „Schule der Gastlichkeit, der kulinarischen Genüsse und des guten Geschmacks“, wie sie sich selbst nennt, wird von zirka 1.500 Auszubildenden in den verschiedensten Ausbildungsberufen im Hotel- und Gaststättengewerbe besucht und besteht seit 1963. Aus ganz Baden-Württemberg kommen Auszubildende aus dem Gastronomiebereich nach VS-Villingen.

„Wir sind uns sicher, dass bei der landesweiten Verteilung der Schülerströme an die Landesberufsschulen Qualität und Attraktivität des angegliederten Internats auch zukünftig eine mitentscheidende Rolle spielen wird“, erklärt Stefan Löffler, Leiter des Amtes für Schule, Hochbau und Gebäudemanagements des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis.

Schon seit vielen Jahren war es immer wieder ein Thema, dass der Internatsküchenbereich in größerem Umfang modernisiert werden muss. 2019 beschloss der Kreistag, diese Maßnahme anzugehen.

Eine erste grobe Kostenschätzung der Verwaltung für die Küchensanierung und die Erneuerung der Einrichtung lag im Mai 2019 in einer Größenordnung von bis zu 3 Millionen Euro. Nachdem ein Architekt und Fachplaner für Kücheneinrichtung hinzugezogen wurde, wurde diese Summe auf ein Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro korrigiert. „Dieses Budget kann voraussichtlich eingehalten werden“, erklärt Stefan Löffler. Kostentreibend waren insbesondere die maroden Wasser- und Abwasserleitungen, veraltete elektrische Anlagen sowie ein notwendiger kompletter Austausch der Lüftungsanlage. „Diese Maßnahmen wären jedoch durch gestiegene Anforderungen an den Arbeitsschutz sowie strengere Vorschriften auch unabhängig von einer Küchenmodernisierung notwendig geworden“, so Stefan Löffler.

Bei der Baumaßnahme wurde ein zweigeschossiger Anbau an das unter Denkmalschutz stehende Gebäude Haus 1 neu erstellt. Hier entstanden im Erdgeschoss die neue Küche, die kalte Küche und die neue Essensausgabe. Auch die Spülküche befindet sich nun im Erdgeschoss. Im Untergeschoss liegen die Lüftungszentrale, Warenlager und Kühlräume. „Ein Ziel der Modernisierung war es insbesondere, den kompletten Küchenbetrieb aus dem Untergeschoss ans Tageslicht zu bringen“, führt Stefan Löffler aus.

Durch einen neuen Aufzug wurde der Küchenbereich im Erdgeschoss mit dem Warenlager im Untergeschoss verbunden. Zudem wurde eine Haltestelle im Hof eingerichtet, die die ebenerdige Anlieferung der Waren ermöglicht. Eine Hofüberdachung ermöglicht künftig auch den Warentransport bei schlechter Witterung.

„Mich freut besonders der neue Aufenthaltsbereich, den die Schülerinnen und Schüler sicher sehr gut annehmen werden“, meint der Leiter des Internats Frank Sowinski. Im westlichen und nördlichen Anschluss wurde an den bestehenden Speisesaal eine Terrasse mit teilweise Wetter- und Sonnenschutz errichtet. Hier können die Schülerinnen und Schüler die Mahlzeiten auch im Freien genießen. „Dieser Bereich wird sich auch außerhalb der Essenszeiten zu einer viel genutzten Begegnungsstätte entwickeln“, so Frank Sowinski.

Die Baumaßnahme wurde in den Sommerferien 2020 begonnen, im laufenden Betrieb fortgesetzt und mit Ende der Sommerferien 2021 pünktlich abgeschlossen.

Landrat Sven Hinterseh dankte dem Architekten Herbert Pleithner sowie den Fachplanern für die zügige Umsetzung der Maßnahme. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Situation im Bausektor mit Materiallieferschwierigkeiten und Bauverzögerungen sei es bemerkenswert, wie reibungslos die Baumaßnahme umgesetzt worden sei.