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30.06.2020

Kreistag beschließt: Ab 2022 soll die Gelbe Tonne kommen

Der Schwarzwald-Baar-Kreis verabschiedet sich in großen Teilen vom Gelben Sack. Voraussichtlich ab dem Jahr 2022 sollen sogenannte Leichtverpackungen mittels einer Gelben Tonne gesammelt werden. So lautet der Beschluss des Kreistags. Die Kreisverwaltung setzt diesen Beschluss um, indem sie gegenüber den Systemen Rahmenvorgaben erlässt. „Wir halten die Gelbe Tonne für komfortabel, zukunftsfähig und ökologisch ausgerichtet – auch mit Blick darauf, dass ab einem späteren Zeitpunkt nach Möglichkeit stoffgleiche Nichtverpackungen, wie beispielsweise ein kaputter Wäschekorb in dieser Wertstofftonne gesammelt werden können“, heißt es von der Landkreisverwaltung.

Vorgesehen ist, dass es die Gelbe Tonne in verschiedenen Gefäßgrößen mit 120, 240 und 1.100 Litern geben wird. Der Abfuhrrhythmus für die 120- und 240-Liter-Behälter ist zwei-wöchentlich geplant, für die 1.100-Liter-Behälter soll die Leerung auch wöchentlich möglich sein. Zudem ist geplant, dass zu den Tonnen hinzugestelltes Verpackungsmaterial in geeigneten Mehrbedarfssäcken mitgenommen wird. Lediglich das Innenstadtgebiet des Stadtteils Villingen sowie Streusiedlungen, die durch die Müllabfuhr nicht direkt angefahren werden können, sollen das Gelbe-Sack-System beibehalten.

Die Kreisverwaltung sieht bei der Gelben Tonne die Vorteile darin, dass mehr Leichtverpackungen gesammelt werden und später auf eine Wertstofftonne, die zusätzlich stoffgleiche Nicht-Verpackungen wie beispielsweise einen kaputten Kunststoff-Klappkorb, umgestellt werden kann. Zudem gibt es durch die Tonne weniger losen Müll im Straßenraum. Ein Nachteil ist wiederum, dass für die Tonne ein zusätzlicher Stellplatz erforderlich und der Anteil der Fehlwürfe höher ist, was nachteilig für den Recyclingprozess ist. Aus Sicht der Verwaltung wie auch nach den deutlich mehrheitlichen Einschätzungen der Kreistagsfraktionen überwiegen die Vorteile der Gelben Tonne jedoch insgesamt.