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29.11.2019

Igel im Garten - was tun? - Die Naturschutzbehörde informiert

Wer in dieser Jahreszeit im Garten tätig ist, trifft oftmals auf stachlige Mitbewohner: Igel. Doch, wie geht man als Natur- und Tierfreund richtig mit einem Igelfund um?

Igel sind dankbar, wenn man sie beim Anfuttern der notwendigen Fettreserven unterstützt, beispielsweise durch Bereitstellen von Katzen- oder Hundenassfutter und einem Schälchen Wasser. Auf gar keinen Fall sollte man dem Igel Milch zu trinken geben, denn der darin enthal-tene Milchzucker ist für die putzigen Tiere unverdaulich. Damit das Futter nicht von Vögeln, Katzen oder gar dem Fuchs verspeist wird, sollte es in einem kleinen Kasten mit einem zehn mal zehn Zentimeter großen Einschlupfloch angeboten werden.

Wer bei der Gartenarbeit ein Igelnest findet, muss es schnell wieder zudecken und nach Mög-lichkeit bis im Frühling unberührt lassen. Beim Mähen unter Büschen und im hohen Gras ist stets besondere Vorsicht gefragt, denn Igel könnten dort ihren Tagschlaf halten. Beim Umset-zen von Kompost- oder Reisighaufen bitte behutsam arbeiten, denn achtloses Hineinstechen kann Igel verletzen. Baugruben, Gräben, Kabelschächte, Schwimmbecken stellen gefährliche Igelfallen dar. Zur Absicherung sind in diesen Fällen Zäune mit einer Höhe von 50 Zentimetern sinnvoll.

„Wer einen Igel findet, der einen kranken oder schwachen Eindruck macht, sollte sich bitte mit dem örtlichen Tierschutzverein in Verbindung setzen“, bittet Kreisökologe Dr. Hans-Peter Straub. „Hier erhält man wertvolle Tipps im Umgang mit dem kleinen Gartenbewohner und kann ihm beim Überwintern behilflich sein“, ergänzt der Biologe aus dem Landratsamt.

Für Informationen steht die Igelauffangstation „Igelherz Bad Dürrheim“ unter Telefon: 0162/2798367 zur Verfügung.

Hintergrundinfo:

Igel fressen sich jetzt ein großes Fettpolster an, damit sie während des Winterschlafs einen Kälteschutz haben und ausreichend mit Nahrung versorgt sind. Auch suchen sich die kleinen Gefährten jetzt ein geeignetes Winterquartier.

Der Igel gehört nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Tierarten. Es ist daher verboten, ihm nachzustellen, ihn zu fangen, zu verletzen, zu töten, seine Nist-, Wohn- und Zufluchtsstätten der Natur zu entnehmen, diese zu beschädigen oder zu zerstören.