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02.08.2019

Doris Arenas bei Künstlertreffen auf der Donauinsel Veranka in Ungarn

Auch dieses Jahr fand das Künstlertreffen auf der Donauinsel Veranka in Ungarn statt. Dieses Mal nahm die Künstlerin Doris Arenas Villingen-Schwenningen daran teil. Das Treffen besteht bereits seit über 20 Jahren im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem Schwarzwald-Baar-Kreis und dem ungarischen Komitat Bacs-Kiskun. Die Gruppe bestand aus fünf ungarischen und jeweils einem italienischen, rumänischen und ukrainischen Künstler und Doris Arenas. Wie kann ein Austausch stattfinden, wenn ein Großteil der Gruppe nur die eigene Landessprache beherrscht? „Es ist eine ähnliche Herangehensweise wie bei der Entstehung eines Kunstwerks. Zuerst gibt es die Geste, ein Lächeln und Deutungsversuche. Dann das eine oder andere Angebot, Kaffee oder gar ein Spaziergang. Auch der Künstler folgt einer inneren Geste, einer Idee, die ihm zuzwinkert. Ausdeuten, gestalten und sich führen lassen sind hier wie dort die Herausforderung“, erzählt Doris Arenas.

Die Woche bestand aus einer sehr guten Mischung aus Kunst und kulturellen Veranstaltungen inmitten einer traumhaften Umgebung. So stand eine Weinprobe bei einem der örtlichen Winzer ebenso auf dem Programm, wie eine Führung durch den Ort und das Heimatmuseum durch die Bürgermeisterin. Doris Arenas zieht ein positives Fazit aus ihrem Aufenthalt in Ungarn: „Wir hatten alle Zeit der Welt und unterschiedliche Arbeitsrhythmen. Da waren die ungarischen Kunstschaffenden um mich herum, die sich morgens viel Zeit nahmen, um die Inspiration des Tages einzufangen und um dann zu Zeiten produktiv zu werden, wenn ich, die beim frühen Aufwachen bereits mit allen Sinnen unterwegs ist, meine erste Pause einlege.“

Und Arenas brachte neue Ideen mit nach Hause. Zuhause schon habe sie sich mit dem Gedanken getragen, mit leichtem Gepäck zu reisen, also ohne Leinwand und Rahmen. Stattdessen kleistere sie sich aus der Tageszeitung Malgründe zusammen, die sich unter dem Titel „Mille Fieulle“ zu einer kleinen Serie mauserten. Ebenfalls wurden ausgemusterte Baumwollbeutel mit Zeitungen (mille fieulles!) gefüllt und zur Leinwand umfunktioniert.