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30.06.2020

Das Forstamt Triberg ist umgezogen

Am Montag, 29 Juni fand vor dem Amtshaus in Triberg die Schlüsselübergabe zwischen Kreisforstamt und der Stadt Triberg statt. 66 Jahre gingen dort die Försterinnen und Förster des Schwarzwald-Baar-Kreises ein und aus. Jetzt hieß es Kisten packen und den Umzug nach Donaueschingen und Kirchzarten zu meistern. Grund hierfür war die Neuorganisation des Forstes. Seit Januar 2020 gelten neuen Strukturen: Kommunal- und Privatwald wird durch die Forstleute des Kreisforstamtes, Staatswald durch den Staatsforstbetrieb ForstBW, betreut. Die Veränderung ergab sich aus kartell- und wettbewerbsrechtlichen Gründen.

In diesem Zuge fiel auch die Entscheidung, die Forstamtszentrale auf einen Standort in Donaueschingen zu konzentrieren. Für die Mitarbeitenden der ehemaligen Außenstelle in Triberg bedeutete dies schweren Herzens Abschied nehmen von den vertrauten Mauern des historischen Amtshauses. Die Mitarbeitenden des Kreisforstamtes sind jetzt in Donaueschingen mit Sitz im Landratsamt zu finden und ihre Staatswaldkolleginnen und -kollegen in Kirchzarten. Die Ansprechpartner und Zuständigkeiten bleiben weitgehend erhalten und Anliegen werden weiterhin von den bekannten Mitarbeitenden bearbeitet.

Bis unter den Dachspitz sammelten sich unzählige Meter an Ordnern, Gerätschaften bis hin zu aufwendig gestalteten Ausstellungstafeln von durchgeführten Waldtagen. Historische Akten und Karten wurden in Teilen an das Landes- und Kreisarchiv übergeben zur sicheren Verwahrung. Es galt, unzählige Kartons zu packen. Neben der Einfindung in die neuen Betriebsabläufe und der derzeitigen herausfordernden Waldsituation hinsichtlich Sturm und Borkenkäfer, war das ein enormer Kraftakt, so Hubert Grieshaber, der mit seinem Staatswaldkollegen Johannes von Stemm den Großteil des Umzuges organisierte.

Wer in Zukunft in dem schönen Fachwerkhaus zu finden sein wird, ist noch offen. Schaut man in die Historie des Gebäudes, lässt sich jedoch feststellen, dass sich hinter diesen Wänden schon eine wechselvolle Geschichte abgespielt hat. Das dürfte nicht verwundern, denn das Gebäude besteht bereits seit mehr als 300 Jahren. Die längste Zeit diente es als Wohn- und Dienstsitz für die Obervögte. Nach den herrschaftlichen Behörden, die dort lange residierten und die Naturalabgaben der Bevölkerung in den im Dach gelegenen Speichern lagerten, nach Obervogt, Oberamtmann und der Verwaltung des Großherzoglich-Badischen Bezirksamtes wurden die Räume nach 1924 vom Gendarmerieposten Triberg genutzt. Seit 1954 haben die Beamten des staatlichen Forstamts dort ihr schönes Domizil. Auch nach dem Verkauf des Gebäudes an die Stadt Triberg im Jahr 2012 konnten die Förster die Räumlichkeiten als Mieter nutzen.

Jetzt werden die Schlüssel wieder an die Stadt Triberg übergeben. Bürgermeister Gallus Strobel betonte, dass die Mitarbeiter des Forstamtes in Triberg immer gerne gesehen waren und er sie nicht gerne ziehen lässt.
„Zwar bewegen wir uns ab sofort in zwei verschiedenen Betrieben und an anderen Dienstorten, aber uns vereint natürlich weiterhin Vieles. Allen voran, dass wir mit den Revierleitenden wie gewohnt auf der Fläche präsent sind und für das einstehen, was uns am Herzen liegt: Der Wald im Schwarzwald-Baar Kreis“, so Frieder Dinkelaker, Leiter des Kreisforstamtes.

Hinweis auf geänderte Adressen: Durch den Umzug ergeben sich teilweise Änderungen bei den Telefonnummern der Mitarbeitenden. Fragen zu Kommunal- und Privatwald werden unter fol-gender Adresse entgegengenommen: Forstamt Schwarzwald-Baar-Kreis, Humboldtstraße 11, 78166 Donaueschingen, 07721 913 5200. Wer Anliegen zum Staatswald hat, erreicht die Zu-ständigen unter folgender Adresse: ForstBW, Ottenstraße 6, 79199 Kirchzarten, 07661 9745910.

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