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Landkreis lobt Geschichtspreis anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums aus

Im kommenden Jahr feiert der Schwarzwald-Baar-Kreis sein 50-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass lobt der Landkreis zum ersten Mal einen Geschichtswettbewerb aus. Landrat Sven Hinterseh freut sich auf zahlreiche Beiträge: „Der Geschichtspreis richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche. Mit dem Preis wollen wir dazu auffordern, Beiträge zur Geschichte des Schwarzwald-Baar-Kreises zu erstellen. Die besten darunter werden mit Geldprämien von insgesamt 1.500 Euro ausgezeichnet. Das Motto heißt: „Grabt, wo Ihr steht – forscht dort nach, wo Ihr lebt oder viel Zeit verbringt. Stellt ein Stück Geschichte aus Eurem unmittelbaren Lebensumfeld dar und reicht es ein.“

Alle Informationen zum Geschichtspreis gibt es unter www.lrasbk.de/geschichtspreis.

Teilnehmen können Kinder und Jugendliche, die im Schwarzwald-Baar-Kreis wohnen, zur Schule gehen oder in Ausbildung sind.

Eingereicht werden sollte ein Beitrag zu einem der fünf Themenbereiche:

  • Der Schwarzwald-Baar-Kreis und die Geschichte meiner Heimatgemeinde
  • Römer, Kelten und Alamannen im Gebiet des heutigen Schwarzwald-Baar-Kreises
  • Landwirtschaft früher und heute im Schwarzwald-Baar-Kreis
  • Der Schwarzwald-Baar-Kreis als Uhrenland
  • Der Schwarzwald-Baar-Kreis – eine Wirtschaftsregion

Zu jedem Themenbereich sind Aufgaben formuliert. Weitere Infos hierzu unter: www.lrasbk.de/geschichtspreis.

Je nach Altersgruppe gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade für die Klassenstufen 1 bis 4, die Klassenstufen 5 bis 9 sowie die Klassenstufen 10 bis 13.

Die Aufgaben bauen aufeinander auf. Die Jüngeren bearbeiten eine, die Älteren zwei und die Ältesten alle drei Komponenten. In der Bearbeitung der Aufgaben sind die Teilnehmer völlig frei, denkbar sind Beiträge in Wort und Bild, als elektronische oder Poster-Präsentation, in Form von digitalen Audio-(Podcast) oder Videoformaten oder vielem mehr sein. Entscheidend ist, dass die Teilnehmer eine eigenständige Leistung zur Geschichte ihrer Heimatregion erarbeiten.

Abgabeschluss ist der 1. März 2023. Die Beiträge können analog oder digital eingereicht werden.

Über die Einreichungen entscheidet eine Jury. Diese ist besetzt mit Susanne Cortinovis-Piel, Leiterin des Staatlichen Schulamts Donaueschingen, Clemens Joos, Leiter des Kreisarchivs und Klaus Nagel vom Heimat- und Gewerbeverein Triberg.

Hintergrundinfos:

Zum 1. Januar 1973 entstand der neue Kreis, der vor allem aus Gebietsteilen der früheren Landkreise Donaueschingen und Villingen gebildet wurde. Vorausgegangen war die große Gemeindereform in Baden-Württemberg, die in unserem Bereich aus zuvor über 90 selbstständigen Gemeinden 20 neue entstehen ließ. Die neuen Einheiten sollten effizienter und leistungsfähiger
sein und dem Umstand Rechnung tragen, dass die Menschen mobiler geworden waren und auch die Verwaltungsräume größer werden konnten.
Inmitten des Schwarzwald-Baar-Kreises liegt die 1972 neu gebildete Stadt Villingen-Schwenningen, die zugleich als Oberzentrum eine zentrale Funktion für die ganze Region Schwarzwald-Baar-Heuberg einnimmt.

Vor etwa zehn Jahren hat sich der Schwarzwald-Baar-Kreis den Namenszusatz „Quellenland“ beigelegt. Unser Landkreis ist ein wirkliches Quellenland, weil hier mit Donau und Neckar zwei große Flüsse Europas entspringen, und auch viele Schwarzwaldhöfe besitzen bis heute eine eigene Quelle. Im übertragenen Sinn sind aber auch die Quellen gemeint, aus denen unser Zusammenleben schöpft: Gesellschaftlicher Zusammenhalt, die Erhaltung unserer einmaligen Kulturlandschaft, das Vorhandensein einer leistungsfähigen und stabilen Wirtschaft, zukunftsorientierte Schulen und eine gute medizinische Versorgung. Zu diesen Quellen unseres Daseins gehört auch unsere Geschichte: Unzählige Relikte, Bauten, Denkmale, Wappen, Bräuche, Erzählungen, Neckereien aus der Vergangenheit sind in unserem Umfeld präsent und nur, wenn wir sie kennen, wenn wir sie deuten können; wenn wir wissen, wie das, was ist, so geworden ist und warum es so geworden ist; wenn wir wissen, wo wir herkommen, haben wir eine Chance, unsere Heimat und uns selbst zu verstehen. Und das gilt ganz unabhängig davon, ob die Großeltern schon im Schwarzwald-Baar-Kreis gewohnt haben oder irgendwo ganz anders.