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Neuer Geflügelpestbefund bei Wildvogel - Gefahr der Einschleppung besteht weiter - Verlängerung der Stallpflicht für Geflügel auf der Baar in Villingen-Schwenningen und Tuttlingen

In der vergangenen Woche wurde nahe Donaueschingen ein kranker Mäusebussard mit neurologischen Störungen von einer aufmerksamen Bürgerin bemerkt und dem Veterinäramt in Donaueschingen gemeldet. Zwei Tierärztinnen der Behörde konnten das Tier einfangen und mussten das schwerstkranke Tier euthanasieren. Inzwischen wurde bestätigt, dass der Greifvogel mit der hochpathogenen Aviären Influenza (Geflügelpest) vom Subtyp H5N1 infiziert war. Das unmittelbare Risiko der Einschleppung von Geflügelpest in die Nutzgeflügelbestände der Baar-Region besteht damit weiterhin.

Die Landratsämter Schwarzwald-Baar-Kreis und Tuttlingen verlängern daher die bestehenden Allgemeinverfügungen zur Aufstallungspflicht von Geflügel bis einschließlich 14. Februar 2022, um Hausgeflügelbestände zu schützen.

Bei vier toten Schwänen aus einem Gewässer in der Nähe von Donaueschingen wurde bereits im November 2021 die hochpathogene aviäre Influenza vom Subtyp H5N1 nachgewiesen. Die Landratsämter Schwarzwald-Baar-Kreis und Tuttlingen ordneten daraufhin die Aufstallung von Geflügel in der Baar-Region an. Im Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis sind davon die Gemeinden Bad Dürrheim, Blumberg, Bräunlingen, Brigachtal, Donaueschingen, Hüfingen, Tuningen, sowie der Gemarkungen Schwenningen, Mühlhausen, Weigheim und Marbach der Gemeinde Villingen-Schwenningen betroffen.

Unmittelbar im Anschluss wurde die Geflügelpest noch bei einer tot aufgefundenen verwilderten Gans, einem ebenfalls tot aufgefundenen Mäusebussard und einem weiteren, mit Anzeichen einer neurologischen Störung aufgefundenen Schwan festgestellt. Seit Dezember 2021 gab es keine weiteren positiven Befunde. Eine Infektion von Hausgeflügel konnte verhindert werden. Die Restriktionen sollten eigentlich mit Ablauf des 17. Januar 2022 aufgehoben werden. Der neue Fund beweist allerdings, dass das Virus weiterhin in der Wildvogelpopulation der Region präsent ist und die Gefahr für Hausgeflügelbestände weiterhin besteht. Die Schutzmaßnahmen werden daher bis vorläufig zum 14. Februar 2022 verlängert.

Geflügelhalter sind angehalten, weiterhin alle Maßnahmen einzuhalten, durch die eine Einschleppung und Verschleppung des Virus verhindert werden kann. Kontakte zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln sollten unbedingt verhindert werden.

Falls krank erscheinende oder tote Wasservögel (zum Beispiel Enten, Schwäne, Gänse, Reiher), Greifvögel, Raben oder Elstern gefunden werden, so sollten diese nicht angefasst werden, sondern dem Veterinäramt unter Telefon: 07721 913-5071 gemeldet werden. Die Jäger im Landkreis werden gebeten, vermehrt auf kranke oder verendete Wasservögel im Revier zu achten und diese zu melden.