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27.03.2020

Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten für den Handel und die Warenlogistik

Aufgrund der aktuellen Situation haben das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis und die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg Handlungshilfen für Beschäftigte, welche im Handel und der Warenlogistik tätig sind herausgegeben.

Besonders hoher Kundenkontakt besteht bei Kassenarbeitsplätzen und Bedientheken. Ein effektiver Schutz kann durch einen Abstand zwischen Kassenpersonal und Kunden, sowie zwischen den Kunden erreicht werden. Eine Distanz kann unter anderem durch Barrieren, beispielsweise mit durchsichtigen Trennwänden an der Kasse oder eine optische Abstandshaltung mittels Markierungen am Boden aufgebaut werden.

Beschäftigte mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-Erkrankung sowie Ältere sollen möglichst nicht für die Kassierarbeit eingesetzt werden. Sieht ein Beschäftigter für sich ein erhöhtes Risiko, so ist es sinnvoll, eine Beratung durch den Betriebsarzt anzubieten.

Der Einsatz von Einweghandschuhen, Schutzbrillen und Atemschutzmasken (mindestens Kategorie FFP2) ist nur dann wirksam, wenn die Schutzausrüstungen sachgemäß angewendet werden.

Das Tragen von medizinischem Mund-Nasen-Schutz („OP-Maske“) bietet keinen Schutz gegen das Einatmen von virushaltigen Tröpfchen, welche zum Beispiel durch Niesen oder Husten freigesetzt werden. Diese Art von Maske schützt lediglich unsere Mitmenschen und davor, dass das Berühren von Mund- und Nasenschleimhäuten mit kontaminierten Fingern verhindert wird.

Ferner spricht nichts gegen das Tragen von Einweghandschuhen, allerdings gibt es einige Dinge zu beachten: Handschuhe können ein falsches Sicherheitsgefühl erwecken. Während der Benutzung werden sie genauso verschmutzt und kontaminiert, wie eine unbedeckte Hand, so dass die erforderliche konsequente Händehygiene nicht entfällt. Auch hier gilt: Nicht ins Gesicht fassen, Hygiene und Hustenetikette beachten und Einmal-Handschuhe in kurzen Abständen wechseln. Des Weiteren wird das Tragen von Handschuhen nicht als vorrangiger Schutz vor SARS-2-Viren angesehen, da sogenannten Schmierinfektionen bei der Übertragung eine untergeordnete Rolle zugeschrieben wird. Eine Infektion erfolgt in erster Linie über die Atemwege und nicht über die Haut der Hände.

Da der Hauptübertragungsweg eine Tröpfcheninfektion zu sein scheint, wird eine Übertragung des Erregers über Bargeld in den meisten Fällen als unwahrscheinlich angesehen. Beim Umgang mit Bargeld gelten die gleichen Hygienemaßnahmen wie bei sonstigen Oberflächen auch. Damit das Geld nicht direkt vom Kunden an die Kassenkraft übergeben werden muss, empfiehlt es ich eine fixe Geldablage zu nutzen. Ebenfalls sind keine Fälle bekannt, bei denen es zu einer Infektion durch Berühren von Oberflächen importierter Waren oder Postsendungen gekommen ist. Deshalb ist ein äußerliches Desinfizieren von Waren nicht erforderlich.

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