Demografiestrategie

Was steckt hinter dem Begriff „demografischer Wandel“? Welche Folgen hat dieser Wandel für unseren Landkreis, für uns ganz persönlich? Und wie müssen wir als Bürger, als Gemeinde, als Landkreis damit umgehen? Fragen wie diese treiben seit einigen Jahren viele Gemeinderäte, aber auch Schulen, Arbeitgeber, die Kirchen und Vereine um. 

Der Schwarzwald-Baar-Kreis nimmt an dem Projekt Demografienetzwerk im Rahmen des EU-Förderprogramms Interreg teil. Weitere Infos hier:

Hier geht es zu den wichtigsten Dokumenten:

Warum hat der Schwarzwald-Baar-Kreis eine Demografie-Strategie erarbeitet?

Wenn immer mehr Menschen immer älter werden, aber immer weniger junge Leute nachwachsen, was heißt das für unsere Einrichtungen im Ort, die Kindergärten und Schulen, die ambulanten Pflegedienste?

Wir brauchen Ideen für unsere ärztliche Versorgung und für die Einkaufsmöglichkeiten in unserem Wohnort. Was bedeutet der demografische Wandel aber auch für den Wirtschaftsstandort? Wie schaffen wir es, den Fachkräftebedarf dauerhaft zu sichern, lebenslanges Lernen zu ermöglichen und die Infrastruktur für Betriebe und Handel zu erhalten und weiter zu entwickeln? 

Der Kreistag und die Kreisverwaltung planten seit längerem eine Demografiestrategie – ein Papier, das für wesentliche Aufgabenfelder beschreibt, was kurz-, mittel- oder langfristig zu tun ist, um mit den Folgen des demografischen Wandels im Kreis angemessen umzugehen. Nachdem das Strategiepapier mit Bürgermeistern und anderen Akteuren abgestimmt wurde, beteiligte der Schwarzwald-Baar-Kreis die Bürgerschaft. 

Unter dem Motto: „Wir sichern die Attraktivität von Stadt und Land im Quellenland Schwarzwald-Baar-Kreis“ hat Landrat Sven Hinterseh eine feste Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern aus allen 20 Städten und Gemeinden zur Mitarbeit eingeladen. In drei gleichzeitig stattfindenden Einwohnerkonferenzen in Furtwangen, Hüfingen und VS-Schwenningen und über Internet konnte die Bevölkerung damit erstmals direkt auf ein Strategiepapier Einfluss nehmen, das anschließend im Kreistag verabschiedet wurde.

Konkret geht es um die Bereiche Lebenslagen (z. B. Ehrenamt, Bildung, Familienfreundlichkeit), Lebensräume (z. B. generationengerechte Wohnformen, Mobilität, Land- und Forstwirtschaft), Versorgung und Sicherheit (z. B. Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung) sowie Kooperation und Öffentlichkeitsarbeit (z. B. abgestimmte Planungen von Gemeinden und Landkreis).

Nur wenn alle an einem Strang ziehen, Bürger, gesellschaftlich und politisch Verantwortliche und Verantwortliche in der Wirtschaft, werden wir gute Antworten auf die kommenden Herausforderungen finden. 

Besonders wichtig war die Bürgerbeteiligung – noch nie zuvor hat der Landkreis seine Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich aktiv in eine Strategiediskussion einzubringen. Die Themen und Ideen der Einwohner des Landkreises sind eingeflossen und das gemeinsam überarbeitete Strategiepapier wurde am 22. Juli 2013 in den Kreistag eingebracht und freigegeben. Im Januar 2015 fand eine Ergebniskonferenz statt, in der alle an der Entwicklung der Demografiestrategie Beteiligte eingeladen waren, sich über den Stand der Umsetzung zu informieren.

Nicht nur die Einwohnerkonferenzen als Form der direkten Beteiligung sind neu im Schwarzwald-Baar-Kreis. Während an den Einwohnerkonferenzen nur von den Gemeinden nominierte Personen teilnehmen können, hatte die breite Bevölkerung zusätzlich über Internet die Möglichkeit mitzudiskutieren, Wünsche, Vorschläge und Themen einzubringen. Den Weg der Beteiligung in der Weiterentwicklung der Demografiestrategie werden wir weiter gehen und regelmäßig über die Umsetzung in Gremien und Öffentlichkeitsarbeit informieren.

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