Abwasser und Altlasten

Die Mitarbeiter des Sachgebietes „Siedlungswasserwirtschaft und Altlasten“  beschäftigen sich mit den vielfältigen fachtechnischen Aufgaben der Siedlungsentwässerung und Altlastenbearbeitung.  

Wesentliche Arbeitsschwerpunkte sind:

  • kommunale Abwasserbeseitigung
  • Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum
  • Naturverträgliche Regenwasserbewirtschaftung und -behandlung
  • Erfassung/Untersuchung/Sanierung/Bewertung von Altlasten
  • Grundwasserschadensfälle
  • Beurteilung gewerblicher Baugesuche.

Der Schutz der Naturgüter Wasser und Boden, die Weiterentwicklung der Infrastruktur (Abwasserentsorgung und Revitalisierung von Flächen) sowie die  Beratung von Bürgern und Kommunen stehen dabei im Fokus unseres Handelns.

Abwasser ländlicher Raum

Durch die stark ländliche Struktur existieren im Schwarzwald-Baar-Kreis deutlich mehr Anwesen ohne zentralen Kanalanschluss an eine Sammelkläranlage als im Landesdurchschnitt. Diese Anwesen werden derzeit noch dezentral über Kleinkläranlagen oder Abwasser-Sammelgruben entwässert. Nur 1,7 % der Einwohner des Landkreises wohnen in nicht erschlossenen Gebieten. Dennoch führt dieses dezentral über Kleinkläranlagen gereinigte Abwasser zu einer verhältnismäßig hohen Belastung der Gewässer. Häufig sind in Gebieten dezentraler Abwasserbeseitigung nur kleine Bäche oder Wiesengräben als Vorfluter vorhanden. Diese werden aufgrund ihrer geringen Wasserführung durch die Abwassereinleitung teilweise sehr belastet. ... Weiterlesen  

Zusätzliche Informationen:       

Zu den Merkblättern und Formularen gelangen Sie hier.

Altlasten

Altlasten stellen die Kehrseite der industriellen und gesellschaftlichen Entwicklung unseres Landes im letzten Jahrhundert dar. Durch unsachgemäßen Umgang mit Chemikalien und Abfällen sind schädliche Verunreinigungen des Bodens und des Grundwassers entstanden, die eine Gefahr für Mensch und Natur darstellen. Heute und in Zukunft geht es darum, diese bislang unbewältigten Hinterlassenschaften unserer industriellen Entwicklung und der früheren ungeordneten Abfallbeseitigung zu erkennen und falls erforderlich zu sanieren. In der Altlastenbearbeitung wird entsprechend der Ursache der Boden- und Grundwasserverunreinigungen zwischen Altstandorten und Altablagerungen unterschieden.

Auskunft aus dem Altlastenkataster  

Wenn Sie beabsichtigen, ein Grundstück zu kaufen oder auf Ihrem Grundstück etwas verändern wollen, sollten Sie sich rechtzeitig über mögliche Altlasten oder altlastverdächtige Flächen erkundigen.

Formular zur Auskunft aus dem Altlastenkataster      

Weitere Informationen zu Altlastenerhebung, stufenweise Altlastenbearbeitung sowie Fördermöglichkeiten erhalten Sie hier.

Kanalisation

Generalentwässerungsplanung  

Weite Bereiche des Landkreises verfügen über Entwässerungssysteme, welche auf Grundlage der vorliegenden Unterlagen sowohl aus technischer als auch aus wasserrechtlicher Sicht einer Überarbeitung bedürfen. Aktuell vorliegende Gewässergüte-Untersuchungen verdeutlichen den Handlungsbedarf in diesem Bereich. Wesentliches Element zur Bewertung der Ist- und Prognose-Situation der Abwasseranlagen und der sich daraus ergebenden Maßnahmen ist der Generalentwässerungsplan (GEP). ... Weiterlesen  

Eigenkontrollverordnung  

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Überwachung und Sanierung von bestehenden Kanalsystemen im Zusammenhang mit dem Vollzug der Eigenkontrollverordnung. Im Schwarzwald-Baar-Kreis sind etwa 1.720 km kommunale Abwasserkanäle verlegt. Rund ein Viertel des Entwässerungssystems im Landkreis wird im Trennsystem entwässert. Von den Gemeinden wird verlangt (Pflichtaufgabe), den Ist-Zustand zu erfassen, eine Bewertung der Schadenssituation vorzunehmen, einen Sanierungsplan aufzustellen und eine Schadensbehebung nach wasserwirtschaftlicher Dringlichkeit durchzuführen.        
Zu den Merkblättern und Formularen gelangen Sie hier.                

Weitere Infos gibt es hier.

Kommunale Kläranlagen

13 kommunale Sammelkläranlagen mit rund 310.000 Einwohnerwerten gewährleisten im Schwarzwald-Baar-Kreis eine Abwasserreinigung auf hohem Niveau. Die Kläranlagen müssen konsequent überwacht und jeweils an den Stand der Technik angepasst werden. Letzteres erfolgt im Rahmen der Neuerteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis. Dabei sind die Gewässergütesituation und weitergehende Vorgaben, zum Beispiel aus der Wasserrahmenrichtlinie, zu beachten.

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Weitere Infos:

Plakat - Kommunale Kläranlagen

Leistungsvergleich der Kläranlagen im Schwarzwald-Baar-Kreis 2012 

Regenwasserbewirtschaftung

Die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung, also die Versickerung oder ortsnahe Einleitung von unbelastetem Regenwasser in ein Gewässer, ist eine gesetzliche Vorgabe. Im Zuge von neuen Baugebietserschließungen oder Einzelbauvorhaben wirkt das Amt für Wasser- und Bodenschutz gemeinsam mit den Planern darauf hin, das anfallende Regenwasser möglichst dezentral vor Ort zu beseitigen. Das Regenwasser soll somit vor Ort den Grundwasserkörper anreichern und in der Fläche zurückgehalten werden, ohne jedoch zu einer Beeinträchtigung des Grundwassers oder des Oberflächengewässers zu führen.   

Ob eine wasserrechtliche Erlaubnis für die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung erforderlich ist, entnehmen Sie dem Erlaubnisschema

Im Hinblick auf mögliche Schadstoffbelastungen des Regenwassers ist die Bewertung der Entwässerungsflächen sowie ggf. zusätzlich die Bewertung der hydraulischen Belastung durch die Einleitungen durchzuführen (Bewertung nach den LfU-Arbeitshilfen Umgang mit Regenwasser in Siedlungsgebieten). Je nach Ergebnis ist eine Regenwasserbehandlungsanlage notwendig (z. B. bei Parkflächen mit häufigen Fahrzeugwechseln und bei gewerblichen Flächen). In Betracht kommen kann auch ein Regenrückhaltebecken zur Rückhaltung des Niederschlagswassers mit verzögerter Einleitung in ein Gewässer. Alle Maßnahmen müssen dem Stand der Technik entsprechen als Voraussetzung für die Erteilung der wasserrechtlichen Gestattung. Infos zum Antragsverfahren und dem Umfang der Antragsunterlagen erhalten Sie hier.  

Aufgrund der Einführung der gesplitteten Abwassergebühr bei den Kommunen ist die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung im Hinblick auf wirtschaftliche Aspekte auch bei Bestandsflächen von Bedeutung (Regenwasserbroschüre).  

Zu den Merkblättern und Formularen gelangen Sie hier.

Weitere Infos:         

Plakat - Niederschlagswasser

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