Informationen für Vermieter und Hausverwalter

Sie sind Eigentümer, Vermieter oder Hausverwalter und haben Fragen zur Abfallentsorgung Ihrer oder der von Ihnen verwalteten Liegenschaft? Dann sind Sie hier richtig. Bitte beachten Sie folgende wichtige Informationen: 

  • In Mehrfamilienhäusern ab 6 Wohneinheiten müssen Gemeinschaftsbehälter für BIOMÜLL zur Verfügung gestellt werden. Bei kleineren Häusern unter 6 Wohneinheiten können Sie dies, müssen es aber nicht. 

  • In Mehrfamilienhäusern ab 15 Wohneinheiten müssen auch Gemeinschaftsbehälter für RESTMÜLL zur Verfügung gestellt werden. Bei kleineren Objekten können Sie dies, müssen es aber nicht.
     
  • Wir stellen Ihnen als Vermieter, Eigentümer oder Verwalter die Kosten für die Müllbehälter in Rechnung. Sie können diese mit einem Umlageschlüssel (nach dem Wohnungseigentumgesetz ist dies in der Regel die Wohnfläche der Wohnung) auf die Nutzer umlegen. Alle Haushalte erhalten von uns dann nur noch die Rechnung über die Grundgebühren.
     
  • Wenn Sie als Vermieter im gleichen Haus wohnen und auf Ihre eigene, private Rechnung ausreichend große Behälter für das ganze Haus führen, sind dies "Nachbarschaftsbehälter". Sie müssten jedem Mieter (besonders auch bei Mieterwechsel) die Mitbenutzung Ihrer Behälter kurz schriftlich erlauben. Nachbarschaftsbehälter können auch alle oder ein Teil der Mieter unter sich einrichten, wenn diese eigene Müllbehälter haben. So kann Platz und Geld gespart werden.
     
  • Wir können auf Wunsch die Behälter auf einer getrennten Rechnung für Vermieter oder Hausverwalter abrechnen. Dies sind dann "Gemeinschaftsbehälter". Die Einrichtung von Gemeinschaftsbehältern wirkt für alle Parteien im Haus und auch für die Zukunft. Sie müssen also in diesem Falle niemandem mehr eigens die Mitbenutzung erlauben.
      
  • Bitte beachten Sie, dass wir - besonders für sehr große Wohnanlagen -  auch Restmüll - Großbehälter zu 2,5  und 4,5 Kubikmeter bei wöchentlicher, zweiwöchentlicher und vierwöchentlicher Leerung anbieten. Diese Behälter sind besonders platzsparend. Ebenso ist der Restmüllbehälter 240 Liter mit wöchentlicher Leerung auch für den Gebrauch durch private Haushalte im Angebot.
     
  • Wenn Sie Wohnraum an Wohngemeinschaften vermieten (z. B. Studenten-WG), erhält üblicherweise eine Person der WG die Rechnung über die Grundgebühren für alle dort wohnenden Personen zusammen. Dies umzulegen ist für die Bewohner oft schwierig. Wir empfehlen Ihnen als Vermieter daher, sich bei uns als Zustellbevollmächtigten für die Rechnung über die Grundgebühren erfassen zu lassen. Dann bezahlen Sie die Grundgebühren und können diese im Innenverhältnis an die Bewohner weitergeben. Vorteile hat dies auch bei stärkerer Fluktuation innerhalb der WG. Hinweis: Mitgezählt werden nur Personen mit Hauptwohnsitz.
     
  • Wir weisen darauf hin, dass Vermieter und Verwalter keine kostenfreie Sperrmüllabfuhr anmelden können, um evtl. Hinterlassenschaften von verzogenen Mietern zu entsorgen. Das Risiko solcher evtl. auftretenden Kosten ist Bestandteil der unternehmerischen oder Vermietertätigkeit und kann nicht auf die öffentliche Hand abgewälzt werden. Sperrmüllanmeldungen können Mieter (oder Eigentümer) für ihren privaten Eigenbedarf zweimal jährlich ohne zusätzliche Kosten anmelden unter Beachtung der hierfür geltenden Regeln. Hierfür entrichten private Haushalte im Gegenzug Grundgebühren. Da Verwalter und Eigentümer diese Gebühren (ausgenommen für ihre eigenen privaten Haushalte) nicht entrichten (nur Behältergebühren), kann eine Abholung von Sperrmüll als Auftrag eines Verwalters oder Vermieters nur gebührenpflichtig aufgenommen werden (50,00 Euro). In diesem Falle gelten für einen Abholauftrag eines Vermieters oder Verwalters dieselben Regeln, insbesondere Mengenbeschränkungen und Materialausschlüsse, wie bei einem Auftrag eines privaten Haushalts.
      
  • Bei der Bemessung von Behältergrößen für gemeinschaftlich genutzte Behälter empfehlen wir, 5 Liter Rest- und Biomüll pro Person und Woche zugrunde zu legen, dann einen Sicherheitszuschlag von 10 % hinzuzurechnen und bei der sich so ergebenden Literzahl den nächst nach oben hin passenden Behälter / Leerungsrhythmus zu wählen.

    Beispiel: Im Haus wohnen insgesamt 9 Personen.

     9 x 5 = 45 Liter pro Woche für Rest- und Biomüll.
    Zuschlag 10 % = 4,5 Liter, gesamt also 49,5 Liter pro Woche

    In Betracht kämen ein 120 Liter-Restmüllbehälter bei 14-täglicher Leerung (Restmüll) und ein 120-Liter-Biomüllbehälter mit Sommer-/ Winter-Leerung.
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